Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Arbeitsmarkt

Jobzahlen besser als erwartet

Im September sinkt die Erwerbslosenzahl verglichen mit dem Vormonat um 125.000 auf 3,346 Millionen. Vor einem Jahr gab es aber 266.000 Jobsuchende weniger.

Nürnberg. Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im September besser entwickelt als erwartet. Im Vergleich zum August sank die Erwerbslosenzahl um 125.000 auf 3,346 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte.

Dies seien 266.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sei im Monatsvergleich um 0,3 Punkte auf 8,0 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosigkeit werde durch die hohe Zahl von Kurzarbeitern gedämpft. Nach neuen Zahlen der BA hätten im Juni gut 1,4 MillionenArbeitnehmer aus konjunkturellen Gründen kurzgearbeitet.

Erste Reaktionen von Analysten

PETER MEISTER, BHF: "Das ist wie in den letzten Monaten besser als erwartet. Der Arbeitsmarkt zeigt sich in dieser Krise erstaunlich robust, angesichts des starken Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes. Im Moment ist es anscheinend noch so, dass die Kurzarbeit viel auffängt. Ich denke aber, dass wir solche Überkapazitäten aufgebaut haben in der Wirtschaft, dass die Kurzarbeit bald ausläuft und dann viele Firmen entlassen müssen.

Die Schwäche am Arbeitsmarkt wird eher länger anhalten, also wenn die Konjunktur anzieht, wird es wohl noch keinen Aufschwung am Arbeitsmarkt geben. Das Thema hohe Arbeitslosigkeit wird die neue Regierung über die nächsten Jahren beschäftigen. Die Grenze von 4,3 bis 4,5 Millionen Arbeitslosen wird sicher erreicht werden."

MARCO BARGEL, POSTBANK "Das ist mal wieder eine Überraschung. Der Einbruch der Industrieproduktion spiegelt sich bislang noch nicht in den Arbeitslosenzahlen wider. Die Regelung zum Kurzarbeitergeld hilft hier, aber auch statistische Effekte durch die Umgliederung der Arbeitslosen. Das verzerrt das wahre Bild.

Wir sind skeptisch, was die weitere Entwicklung angeht. Bleibt eine deutliche Erholung der Industrieproduktion aus, wird die Arbeitslosigkeit sehr stark steigen. Die Gefahr für den Arbeitsmarkt ist noch nicht gebannt. Bis Ende 2010 dürfte die Zahl der Arbeitslosen steigen - bis auf etwa 4,4 Millionen in der Spitze." (rtr)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare