Urteil

Ist Werbung Arbeitslohn?

Vereinbaren Arbeitgeber und Mitarbeiter, dass an den Privatautos der Arbeitnehmer eine Firmenwerbung angebracht wird, sollte auch an die Lohnsteuer gedacht werden.

Rechtlich handelt es sich um Mietverträge über Werbeflächen, wenn Firmenreklame am Privatauto einer Mitarbeiterin angebracht wird. „Werden die Verträge nur mit eigenen Mitarbeitern abgeschlossen, schaut das Finanzamt meist genauer hin“, weiß Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler und verweist auf zwei Urteile des Finanzgerichts Münster (Az.: 14 K 2450/18 L und 1 K 3320/18 L).

In den Fällen schlossen Unternehmen mit ihren Beschäftigten Verträge über Werbeflächen auf deren Privatwagen ab. Die Werbung wurde zumeist an den Nummernschildträgern platziert. Die Mitarbeiter bekamen dafür 21 Euro im Monat, also maximal 252 Euro im Jahr. Sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht verlangten entsprechend Lohnsteuer.

Nun ist beim Bundesfinanzhof (BFH) eine Revision zur abschließenden Beurteilung der Rechtslage anhängig. Unternehmen und ihre Mitarbeiter können sich auf das laufende Revisionsverfahren berufen, wenn das Finanzamt Steuern nachfordert, erklärt der Bund der Steuerzahler. (dpa)

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