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Irland Zentralbankchef Patrick Honohan
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Irland Zentralbankchef Patrick Honohan

Finanzkrise

Irische Banken brauchen Milliarden

Nach dem Stresstest, dem die irischen Banken unterzogen wurden, zeigt sich deutlich, wie hoch der Finanzbedarf der Geldinstitute ist. Eine Milliardenunterstützung wird nötig. EZB-Ratsmitglied Axel Weber warnt aber vor einer umfassenden Rettung des kriselnden Sektors.

Das marode irische Bankensystem braucht eine weitere Finanzspritze in Höhe von 24 Milliarden Euro. Das gab der Chef der irischen Zentralbank, Patrick Honohan, am Donnerstag bekannt. Das Geld soll den Banken dabei helfen, etwaige Verluste durch eine wirtschaftliche Abschwächung zu verdauen. Vorausgegangen waren Stresstests bei vier Banken: So benötigten die Allied Irish Bank 13,3 Milliarden Euro zusätzliches Kapital, die Bank of Ireland 5,2 Milliarden, Irish Life & Permanent vier Milliarden und die Bausparkasse EBS 1,5 Milliarden. Irland musste die Banken bereits mit Milliarden-Summen unterstützen. Die Institute sind seit der Finanzkrise die Achillesferse der Wirtschaft. Ihre Probleme zwangen Irland als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm, der nach der Griechenland-Krise von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) aufgespannt wurde. Trotz der 85 Milliarden Euro Hilfen aus dem Fonds hängen die Banken des Landes weite am Zentralbank-Tropf. Wie zudem verlautete, will die Regierung in Dublin den Bankensektor radikal umbauen. EZB-Ratsmitglied Axel Weber warnte aber vor einer umfassenden Rettung des kriselnden Sektors. Im Kreise der Notenbanken würden die irischen Banken nicht als systemrelevant eingestuft, sagte der scheidende Bundesbankpräsident beim Deutschen Bankentag. Es stelle sich grundsätzlich die Frage, ob nicht private Gläubiger an der Rettung einzelner Institute auf der Insel stärker beteiligt werden müssten. „Wir sollten keine Blanko-Garantien für Banken mehr geben“, betonte Weber. Irlands Regierung will den Bankensektor des Landes umbauen. So solle die angeschlagene Bausparkasse EBS mit dem zweitgrößten Kreditinstitut Allied Irish Bank verschmolzen werden, verlautet aus der Finanzbranche. Allein die irische Pleite-Bank Anglo Irish hat im vorigen Jahr einen Rekordverlust von 17,7 Milliarden Euro geschrieben. Es ist der größte Verlust, den jemals ein Unternehmen in Irland in einem Jahr gemacht hat. (rtr/dpa)

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