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Die Zukunft der angeschlagenen Warenhauskette Hertie steht auf der Kippe. Um sie zu retten, will eine Investorengruppe "schnellstmöglich" eine Bürgschaft beantragen.
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Die Zukunft der angeschlagenen Warenhauskette Hertie steht auf der Kippe. Um sie zu retten, will eine Investorengruppe "schnellstmöglich" eine Bürgschaft beantragen.

Hertie-Zukunft

Investorengruppe will Landesbürgschaft

Die Zukunft der angeschlagenen Warenhauskette Hertie steht auf der Kippe. Um sie zu retten, will eine Investorengruppe "schnellstmöglich" eine Bürgschaft beantragen.

Essen/Düsseldorf/London. Im Ringen um die Zukunft der insolventen Warenhauskette Hertie will eine Investorengruppe beim Land Nordrhein-Westfalen "schnellstmöglichst" eine Bürgschaft beantragen. Auf der Grundlage der Antragsunterlagen werde es voraussichtlich zu weiteren Gesprächen kommen, hieß es am Mittwoch in Düsseldorf nach dem Gespräch im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium. Herties vorläufiger Insolvenzverwalter Biner Bähr hatte eine Entscheidung über die Zukunft der Warenhauskette bis Anfang März angekündigt. Seit vergangenem Juli hat er das Insolvenzverfahren nicht eröffnet. Herties bisheriger Besitzer war zu dem Treffen nicht eingeladen worden.

Zu den möglichen Investoren hüllten sich die Beteiligten nach dem Treffen in Düsseldorf weiter in Schweigen. In einem Treffen Anfang Februar mit dem Hertie-Eigentümer Mercatoria Acquisitions BV (MABV) wurde bekannt, dass ein Schweizer Investor einen Großteil der Hertie- Filialen übernehmen will. Er wolle allerdings nur einsteigen, wenn die Einnahmen in den Läden um zehn Prozent steigen und er staatliche Garantien der Bundesländer bekomme, hieß es damals. Damit sollten das Betriebsvermögen sowie eventuelle Verluste im laufenden Geschäftsjahr abgesichert werden.

Zu einer möglichen Höhe der Garantien waren bei dem Treffen am Mittwoch im Wirtschaftsministerium keine Angaben gemacht worden. Ein MABV-Vertreter bezeichnete die Zusammenkunft als "Nebelkerze". "Da ist nichts Neues herumgekommen, Bähr muss allen langsam erzählen, was er vorhat", sagte der Vertreter der MABV- Mehrheitseigentümer der dpa in London. "Wir warten auf einen konkreten Vorschlag. Uns wird seit August jegliche Information über das operative Geschäft vorenthalten, also konzentrieren wir uns auf die Geschäftsräume und schaffen neue Arbeitsplätze - und Bähr verhindert das", warf er dem Verwalter vor.

Bei den Gesprächen zwischen Bähr, den Investoren und dem Land Nordrhein-Westfalen geht es um die Zukunft von bundesweit 54 Hertie- Filialen mit rund 2800 Mitarbeitern. Für 19 Warenhäuser hatte Bähr bereits Mitte Februar das Aus verkündet. Dabei verlieren rund 650 Mitarbeiter ihren Job. Vier der 19 Häuser sind bereits geschlossen worden. Der Rest soll bis Ende kommender Woche folgen.

Falls nicht kurzfristig eine Lösung für das Unternehmen gefunden werde könne, hatte der vorläufige Insolvenzverwalter das Aus für das gesamte Unternehmen angedroht. Neben Vertretern des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums und der möglichen Investorengruppe wurde zunächst nur Bähr als Teilnehmer an dem Treffen in Düsseldorf benannt.

MABV hatte die Gespräche zur Hertie-Rettung am vergangenen Freitag in London für gescheitert erklärt und angekündigt, selbst neue Investoren für die Hertie-Standorte suchen zu wollen. Einer der Streitpunkte ist die Senkung der Mieten für die Immobilien. (dpa)

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