Spezialglas

Investitionen bei Schott

Mit seinen Investitionen will der Spezialglas-Hersteller vor allem klimaneutral produzieren können.

Der Spezialglas-Hersteller Schott will in diesem Jahr in neue Werke in Deutschland und Asien investieren und so weiter wachsen. Mit Ausgaben von 320 Millionen Euro habe das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr die höchste Investitionssumme der Firmengeschichte eingeplant, sagte Vorstandschef Frank Heinricht in Mainz. Der Manager kündigte einen Plan für die Umstellung auf klimaneutrale Produktion an. Das Unternehmen erzeugt nach eigenen Angaben bislang Emissionen von einer Million Tonnen CO2.

Mit den Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr sei der Vorstand zufrieden. Der Jahresüberschuss nach Steuern sank in dem Ende September 2019 abgeschlossenen Geschäftsjahr geringfügig um 0,8 Prozent auf 206,1 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017/18 um 5,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Davon entfielen 13 Prozent auf den deutschen Markt, 45 Prozent auf Europa und jeweils rund ein Viertel auf Asien und Nordamerika. Heinricht sprach von einer Fortsetzung des Erfolgskurses „trotz einer nicht einfachen Weltwirtschaftslage“. Auch die Schwierigkeiten der Automobilindustrie seien für Schott spürbar gewesen, etwa beim Absatz von Airbag-Zündern.

„Wir planen noch zwei weitere Jahre mit sehr hohen Investitionen, bevor wir ab 2022 anfangen, die Früchte einzufahren“, sagte Finanzvorstand Jens Schulte. In China und Indien sollen neue Werke für Pharmaverpackungen aus Glas und Kunststoff gebaut werden. Auch am Standort Müllheim bei Freiburg sei im April der Bau eines neuen Werks geplant. Am Gründungsstandort Jena soll ein neues Verwaltungsgebäude entstehen. Als zusätzlichen Schwerpunkt kündigte Heinricht auch Glasoberflächen für Smartphones an. (dpa)

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