Regel 7

Innerbetrieblicher Aufstieg und zunehmende Marktunfähigkeit sind miteinander verwandt!

Gelingt es einem Arbeitnehmer, in den Sog einiger guter Jahre in einem Unternehmen zu kommen, kann er durch Gehaltserhöhungen sowie allmählich "verfestigte"

Gelingt es einem Arbeitnehmer, in den Sog einiger guter Jahre in einem Unternehmen zu kommen, kann er durch Gehaltserhöhungen sowie allmählich "verfestigte" Boni und Tantiemen schnell in eine Einkommensregion kommen, die dem Wert seiner Position und Qualifikation am Markt nicht mehr entspricht. Eine solche Entwicklung macht im Laufe der Jahre je eher "prostituierbar", je weniger die 1. Regel beachtet wurde.

Wenn der Arbeitsmarkt keine Alternative mehr bietet und der Betreffende verdrängt, welches Ungleichgewicht sein Preis-Leistungs-Verhältnis erreicht hat, gerät er unter Zugzwang: Er muss entweder alles akzeptieren an Aufgaben, Einsatzorten und persönlichen Demütigungen, was ihm im jetzigen Unternehmen widerfährt, oder er wird mit einer Gesetzmäßigkeit des Arbeitsmarktes konfrontiert: Wer seinen Status in Frage stellt, ist verdächtig! Denn selbst wenn die Kinder das Studium abgeschlossen haben und das Haus bezahlt ist, hat der Gesprächspartner in der Personalberatung oder Firma selten Verständnis für die Botschaft, hier handele es sich um ein "Sonderangebot".

Der vermeintliche Discountpreis wird nicht etwa freudig begrüßt, sondern meist zum Anlass genommen, über die Zwangssituation des Betreffenden zu grübeln und von einem Engagement Abstand zu nehmen. Müllers Rat: "Sorgen Sie dafür, dass Ihr Einkommen aus möglichst vielen Komponenten besteht - fixe und variable Bestandteile, Firmenfahrzeug, Direktversicherung, Sachleistungen etc. " Dann lasse sich auchs viel flexibler und glaubwürdiger "verzichten", wenn externe Verhandlungen notwendig würden.

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