Influencer

Ist das Werbung?

Entscheidung im Influencer-Prozess mit Cathy Hummels erst Ende April.

Darf ein sogenannter Influencer seinen Followern auf Instagram kundtun, welcher Designer sein aktuelles Outfit entworfen hat? Diese Frage wird nun wohl anhand des Falls von Cathy Hummels grundsätzlich geklärt. Die Spielerfrau und Instagram-Berühmtheit sieht sich einer Klage des Verbands Sozialer Wettbewerb ausgesetzt, weil sie in gut einem Dutzend Instagram-Beiträgen für ihre 465 000 Follower die Hersteller ihrer Schuhe und Bekleidung genannt und die Webseiten der Unternehmen verlinkt hatte. Der Vorwurf: unerlaubte Werbung.

Hummels sagte, sie sei sich „keiner Schuld bewusst“, da sie von den besagten Herstellern keine Gegenleistung bekommen habe. Das Urteil soll am 29. April bekannt gegeben werden. Die Vorsitzende Richterin Monika Rhein ließ aber am Montag bereits durchblicken, dass sie Zweifel an der Argumentation der Kläger hat. In traditionellen Medien seien Hinweise auf Produkte erlaubt, und den Followern sei klar, dass es sich bei Hummels’ Instagram-Account um keine private, sondern eine kommerzielle Aktivität handle. „Dass Frau Hummels – bei aller Liebe - nicht mit 465 000 Menschen befreundet sein kann, ist ziemlich klar.“ (FR/dpa)

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