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Inflationsausgleich: Welche Einmalzahlungen fließen in die Rente mit ein?

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Von: Clara Veiga Pinto

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Rente
Wegen Energiekrise und Inflation gibt es aktuell einige Einmalzahlungen für Bürger:innen. Wie wirken sich diese auf die Rente aus? (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

Viele Menschen in Deutschland erhalten aktuell Einmalzahlungen wie die Infaltionsprämie. Doch hat das Auswirkungen auf die Rente?

Frankfurt – Wegen der Inflation und der Energiekrise können viele Menschen in Deutschland im Rahmen des Entlastungspackets Einmalzahlungen erhalten, zum Beispiel Studierende, Rentner:innen und Arbeitssuchende.

Und auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden aktuell unterstützt: Derzeit können Unternehmen ihren Beschäftigten etwa 3000 Euro als Inflationsausgleich zahlen. Viele Bürger:innen fragen sich aber, ob die Einmalzahlungen bei der Rente berücksichtigt werden. Das Wichtigste im Überblick.

Einmalzahlungen wie die Inflationsprämie: Haben sie Auswirkungen auf die Rente?

Durch die zulässige Sonderzahlung von 3000 Euro sollen Arbeitnehmer:innen entlastet werden, die mit stark gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreisen zu kämpfen haben. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte die Arbeitgeber:innen des Landes aufgefordert, ihren Beschäftigten den steuer- und abgabenfreien Bonus zu zahlen. 

Die Auszahlung der Inflationsprämie kann ab dem Tag nach der Gesetzesverkündung bis zum 31. Dezember 2024 erfolgen. Doch derartige Einmalzahlungen Auswirkungen auf die Rente? Die Regelung ist kompliziert, denn es gibt mehrere Arten von Einmalzahlungen. Eine Art von Einmalzahlungen sind die, die neben dem laufenden Gehalt ausgezahlt werden.

Keine Rentenanwartschaften für den Inflationsausgleich

Dazu zählt Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Diese Zahlungen zählen zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt und werden in die Rente mit einbezogen. Sie begründen Rentenanwartschaften, wie Gundula Sennewald von der Deutschen Rentenversicherung auf Anfrage erklärt.

Es gibt allerdings eine Ausnahme, führt die Expertin weiter aus: Sie gilt für zusätzlich zum vereinbarten Arbeitsentgelt gewährte Zulagen, Zuschläge oder Zuschüsse, wenn diese lohnsteuerfrei sind. Diese sind dann nicht beitragspflichtig. Die im Beispiel genannte Inflationsausgleichsprämie fällt demnach darunter, da diese steuerfrei ist. Aufgrund der daraus resultierenden Beitragsfreiheit werden aus dieser Einmalzahlung keine Rentenanwartschaften erworben, erklärt Sennewald. Solange die Einmalzahlungen also lohnsteuerfrei sind, haben sie auch keine Auswirkungen auf die Rente. (Clara Pinto)

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