Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neue Prognose

Infineon macht gut Wetter

Im Aktionärsstreit bei Infineon sorgt das Management mit einer massiven Erhöhung der Prognosen für gute Stimmung zugunsten der alten Aufseherriege. Von Thomas Magenheim

Von Thomas Magenheim

München. Im Aktionärsstreit bei Infineon sorgt das Management mit einer massiven Erhöhung der Prognosen für gute Stimmung zugunsten der alten Aufseherriege.

Statt mit einem Zehntel Umsatzplus rechnet Konzernchef Peter Bauer im Geschäftsjahr 2009/2010 nun mit mindestens einem Fünftel. Er verdoppelt auch die Vorhersage für die operative Gewinnmarge auf knapp zehn Prozent.

Das erlaube ein über Erwartung starkes erstes Quartal, so die Begründung. Der Umsatz betrug in dieser Zeitspanne 941 Millionen Euro - das ist im Vorjahresvergleich ein Plus von rund einem Viertel. Die Gewinnmarge hat 9,4 Prozent erreicht. Auf die Seite eines der beiden um den Aufsichtsratsvorsitz ringenden Kandidaten will sich Vorstandschef Bauer aber nicht stellen.

Im Clinch liegen der seit 1999 dem Aufsichtsgremium angehörende Klaus Wucherer und ZF-Finanzchef Willi Berchtold für die Seite der revoltierenden Aktionäre unter Führung der britischen Fondsgesellschaft Hermes. Die propagiert einen Neuanfang und will beim Münchner Chipkonzern alte Seilschaften zerschlagen.

Hermes begründet den Schritt mit hartnäckigen Sorgen um die Führung des Unternehmens mit aktuell etwa 4,5 Milliarden Euro Börsenwert. "Ich habe keine Meinung dazu zu haben", verkniff sich Infineon-Chef Bauer eine Stellungnahme zu dem Machtkampf. Zugleich machte er deutlich, dass der Neuanfang bei Infineon aus seiner Sicht bereits vollzogen ist. Man profitiere zwar von der Markterholung, habe aber auch mit einem Strategiewechsel und dem Abbau von 3000 auf noch 25000 Stellen dazu die Voraussetzungen geschaffen.

Die erhöhten Prognosen seien nicht zu optimistisch und die Krise für Infineon vorbei, sagte Bauer. Für seine Zukunft oder die von Vorstandskollegen sehe er keine Gefahr.

Indessen haben die aufständischen Aktionäre Wucherers Angebot verworfen. Er hatte vorgeschlagen, dass er den Aufsichtsrat nur für ein Jahr führt und dann den Platz für einen Kompromisskandidaten räumt.

Das sei ein kindischer Teilrückzug, der eine kommende Niederlage erkennen lasse, meinte einer der Rädelsführer. Es hätten sich schon so viele Aktionäre hinter Berchtold gestellt, dass dessen Wahl zu drei Vierteln sicher sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare