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Immobilienpreise: Die ersten Häuser und Wohnungen werden günstiger - ist das die Wende?

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Von: Moritz Serif

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Die Immobilienpreise beruhigen sich - außer in Berlin (Archivbild).
Die Immobilienpreise beruhigen sich - außer in Berlin (Archivbild). © Britta Pedersen/dpa/picture alliance

Stetig waren Immobilienpreise, egal ob Häuser oder Wohnungen, in den vergangenen Jahren angestiegen. Nun könnte es zu einer Zeitenwende kommen.

Nürnberg - Der Wohnungsmarkt gilt als überhitzt - jahrelang waren die Preise mächtig nach oben geklettert. Nun verdichten sich laut einem Bericht von Immowelt jedoch die Anzeichen darauf, dass die Werte von Häuser und Wohnungen zum ersten Mal seit langer Zeit fallen.

Darüber hatte unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. In sieben von 14 beobachteten Großstädten seien die Preise im zweiten Quartal bislang nicht angestiegen. Allerdings blieben die Werte in drei Großstädten stabil, vier weitere hatten Rückgänge zu verzeichnen. Im ersten Quartal hatten die Preise bei allen 14 beobachteten Städte zugelegt.

Immobilienpreise: Häuser und Wohnungen in Frankfurt bleiben teuer

In München habe es einen leichten Rückgang auf durchschnittlich 9551 Euro pro Quadratmeter gegeben - in Düsseldorf fielen auf 5206 Euro, in Leipzig gleichfalls auf 2693 Euro. In Hannover gingen die Preise um 2 Prozent auf 4019 Euro zurück. Stabil blieb es in Frankfurt mit 6554 Euro, Köln mit 5348 Euro und Essen mit 2954 Euro pro Quadratmeter.

Stattdessen gab es Preisanstiege in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Nürnberg, Bremen, Dresden und Dortmund. Neben Immowelt hatte auch der Index der Kreditvermittlungsplattform Europace eine Abkühlung der Preisdynamik signalisiert. Wie geht es weiter? Michael Voigtländer, Immobilienfachmann vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), rechnet mit weiter sinkenden Preisen.

Immobilienpreise: Experte rechnet bei Häusern und Wohnungen mit Wende

„Im zweiten Quartal sollten wir eine Wende am Immobilienmarkt sehen“, sagte Voigtländer jetzt in einem Interview: „Klar ist, dass mit rapide steigenden Zinsen mehr und mehr Käufergruppen aus dem Markt fallen“, sagte er. Zinsen für Baudarlehen waren laut FMH-Finanzberatung von weniger als 1 Prozent auf 3,29 Prozent angestiegen. Allerdings sind Immobilienpreise von vielen Faktoren, darunter auch Angebot und Nachfrage abhängig. (Moritz Serif)

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