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Hochgelobt: Holoride von Audi. 

IAA 2019 in Frankfurt

Auf der IAA per Virtual Reality durch Fantasie-Welten düsen

Wenn aus einer Autofahrt ein Ritt auf dem Flugsaurier wird: Auf der IAA trumpfen die Autohersteller mit virtuellen Realitäten auf. Vor allem Audi bietet ein ganz neues Fahrerlebnis.

Vor wenigen Wochen feierte Köln die größte Games-Messe der Welt. Der „Hidden Champion“ unter den weltgrößten Games-Messen ist aber vermutlich die Internationale Automobilausstellung IAA. Wie bereits vor zwei Jahren setzen auch in diesem Jahr die Aussteller wieder auf virtuelle Realität (VR) und spielerische Ansätze (Gamification). Sie erleichtern bei den Verbrauchern die Wissensvermittlung über die komplexen neuen Mobilitätsformen, dienen der Markenbindung und sind auf der Messe nicht zuletzt wahre Besuchermagnete.

Audi treibt das Spiel auf die Spitze und präsentiert seine auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas preisgekrönte und mittlerweile ausgegründete VR-Experience „Holoride“ an diesem Freitag erstmals der deutschen Öffentlichkeit. Damit und mit Hilfe einer VR-Brille können die Passagiere während der Fahrt in einem Auto in eine virtuelle Welt eintauchen. Das Auto fährt nun zum Beispiel nicht mehr durch eine ganz gewöhnliche Stadt, sondern durch eine bunte Fantasie-Welt, die von blau-weißen Küken bevölkert ist. Hält das Auto in der echten Welt, stoppt es auch in der virtuellen, um zum Beispiel die Küken passieren zu lassen. Nach dem gleichen Prinzip lassen sich auch Flugsaurier durch prähistorische Landschaften fliegen oder ein Raumschiff durchs All.

Auf der IAA 2019 finden die E-Sport Days statt

Bereits am 2. Pressetag enthüllte Porsche eine Partnerschaft mit Sonys Playstation-Tochter Polyphony Digital, dem Hersteller der erfolgreichen Rennspielreihe „Gran Turismo“ (GT). Dabei wurden gleich drei Porsche-Fahrzeuge für GT-Sport angekündigt. Zudem finden am kommenden IAA-Wochenende die E-Sport Days mit professionellen E-Sportlern statt.

Neben IT-Firmen wie Facebook und Google ist auch Xbox-Hersteller Microsoft mit einem eigenen Messestand vertreten und präsentiert unter anderem die lang erwartete, aber immer noch nicht erhältliche Augmented-Reality-Brille Hololens 2, mit der Objekte aus der realen und der digitalen Welt verbunden werden.

Bei der Visualisierungstechnik geht Autozulieferer Bosch noch einen Schritt weiter und präsentiert als Weltneuheit ein 3D-Display für das Fahrer-Cockpit. Diese brillenlose Technik ermöglicht einen 3D-Effekt in variabler Intensität und lässt sich bei Bedarf auch abschalten.

IAA 2019: VR-Brillen und Formel E-Simulator

In der Halle 11 ist das Wettrüsten um die meisten ausgestellten VR-Brillen am größten. Bei Jaguar Land Rover kämpfen gleichzeitig sechs Besucher im Formel E-Simulator um die schnellste Runde im elektrischen Jaguar I-Type 3. Ein paar Meter weiter geht’s auf eine virtuelle Kamerajagd auf den neuen Defender. Aus dem geöffneten Fenster eines fliegenden Helikopters können bis zu sechs „Paparazzi“ Fotos des neuen Geländewagens schießen. Hydraulische Sitze und Luftdüsen verstärken dabei das Erlebnis.

Bei BMW gegenüber gibt es in einem Hinterzimmer eine futuristische Mixed Reality-Experience. Der Besucher wird in sein Büro im Jahr 2030 begleitet und schaut durch einen großen 4K-Fernseher in eine Sci-Fi-Skyline. Nach Aufsetzen der VR-Brille läuft der Besucher auch real und lernt dabei die autonom fahrende Autostudie BMW Vision M NEXT kennen. Wer lieber nicht für diese futuristische Fahrt Platz nehmen möchte, sollte die Aussichtsplattform am Eingang des Messestands mit sechs jeweils mit VR-Brille ausgestatteten Ferngläsern besuchen. Dort schaut man in eine Zukunft der Mobilität wie es sich die Münchner inklusive der fünf Joint Ventures mit Daimler vorstellen.

Die Schwaben haben in der Festhalle natürlich auch ihren eigenen Spielplatz eingerichtet, wo man etwa in einem AMG sitzend auf einer Kinoleinwand ein Mario-Kart-Klon spielen kann.

Am ersten Besucher-Wochenende wurde die IAA von Protesten begleitet. Mittlerweile ist die Automobil-Ausstellung aber wieder zum Alltag zurückgekehrt.

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