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Kommentar zum Google-Verfahren

Vor den Hütern des Wettbewerbs

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Wettbewerbshüter versagen regelmäßig bei der Kontrolle von IT-Monopolen, sie kommen zu spät und können außer Einmaleffekten nichts bewirken.

Die IT-Branche hat eine unangenehme Eigenschaft. Sie neigt dazu, Oligopole oder gar Monopole auszubilden. Facebook bei sozialen Netzwerken, Amazon und Ebay bei Onlinehandel mit Büchern und CD, Microsoft bei Betriebssystemen, Google bei Suchmaschinen. Wettbewerbshüter versagen regelmäßig bei der Kontrolle dieser Unternehmen. Sie kommen einfach zu spät.

So auch jetzt bei Google. Konkurrenten beklagen sich, dass der Internetgigant bei der Auflistung von Suchergebnissen die eigenen Dienste wie Preisvergleichsplattformen bevorzuge. Gehen wir einmal vom günstigsten Fall aus: Google muss eine dreistellige Summe als Strafe zahlen, eine Beschwerdestelle für Firmen einrichten und die eigenen Dienste künftig deutlich kenntlich machen.

Was ändert sich dadurch? Google muss in der Bilanz einen Einmaleffekt wegstecken. Mehr nicht. Doch die Position von Google als dem dominierenden Unternehmen bei Suchmaschinen und Internetwerbung wird dadurch nicht gefährdet.

Dafür hat sich der US-Konzern schon längst viel zu tief in das eingeübte Verhalten von Millionen von Nutzern eingraben – bei der Suche im Netz und bei vielen anderen Diensten. Google ist mehr als nur systemrelevant, Google ist das System der Internetnutzung.

Der Fall zeigt deutlich: Wettbewerbshüter haben nur eine Chance, wenn sie schneller werden, wenn sie konsequenter Übernahmen durch Branchengrößen verbieten, auch wenn es sich um kleinere aber strategisch wichtige Firmen handelt. Notfalls muss dafür auch das Wettbewerbsrecht verschärft werden.

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