Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Reichensteuer ist für Hollande auch ein Glaubwürdigkeitsdilemma.
+
Die Reichensteuer ist für Hollande auch ein Glaubwürdigkeitsdilemma.

Frankreich

Hollande will bei der Reichensteuer tricksen

Frankreichs Präsident hält an der umstrittenen hohen Besteuerung großer Einkommen fest - obwohl der Verfassungsrat dies bereits abgelehnt hatte. Nun glaubt Hollande, einen neuen Weg gefunden zu haben.

Frankreichs Präsident Francois Hollande will an der umstrittenen hohen Besteuerung großer Einkommen festhalten. Da sein ursprüngliches Vorhaben vom Verfassungsrat abgelehnt worden sei, sollten nun die Arbeitgeber die Steuer von 75 Prozent auf Manager-Einkommen von mehr als einer Million Euro pro Jahr zahlen, sagte Hollande am Donnerstagabend in einem Fernsehinterview. Eigentlich war geplant, dass die sogenannte Reichensteuer von den Managern selbst getragen werden sollte.

Das Vorhaben ist ein Prestigeobjekt des Präsidenten, der seit Monaten mit sinkenden Umfragewerten zu kämpfen hat. Die Steuerpläne haben einen Proteststurm vor allem unter wohlhabenden Franzosen ausgelöst. So nahm der Schauspieler Gerard Depardieu aus Protest die russische Staatsbürgerschaft an, die Filmlegende Brigitte Bardot drohte ebenfalls damit. In Russland gilt eine pauschale Einkommensteuer von 13 Prozent.

Keine weiteren Steuern, verspricht Hollande

Hollande sagte am Abend, er werde 2013 keine weiteren Steuern einführen und plane für 2014 auch keine Steuererhöhung. Zudem erklärte er, die Franzosen müssten sich damit vertraut machen, nicht mehr so früh wie bislang in Rente gehen zu können, wenn sie Anspruch auf volle Bezüge haben wollten. Eine entsprechende Rentenreform sei für 2014 geplant.

Frankreich ist das heimliche Sorgenkind des Euro-Währungsraumes. Das Land kämpft gegen steigende Arbeitslosigkeit und einen Niedergang seiner Industrie. (rtr)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare