EEG-Umlage könnte steigen

Höhere Strompreise?

Gewerkschaft fürchtet im Jahr 2021 einen starken Anstieg.

Den Verbrauchern in Deutschland drohen nach Einschätzung der IG Bergbau, Chemie, Energie im kommenden Jahr kräftig steigende Strompreise. Die aktuelle Kombination aus coronabedingtem Rückgang des Verbrauchs der Industrie und hoher Ökostromerzeugung werde die EEG-Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien „auf bislang ungekannte Höhen“ steigen lassen, warnte die Gewerkschaft.

Die IG BCE rechnet damit, dass die Umlage im kommenden Jahr um 20 Prozent auf deutlich mehr als acht Cent je Kilowattstunde steigen wird. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden würde dann 50 Euro mehr im Jahr zahlen müssen. Derzeit beträgt die EEG-Umlage knapp 6,8 Cent.

Die hohe Ökostromproduktion und der geringere Verbrauch führten an der Strombörse zu extrem niedrigen Spotmarktpreisen, betonte die Gewerkschaft. Der Staat garantiere den Betreibern von EEG-Stromanlagen jedoch marktunabhängige Vergütungen. Die Kosten dafür zahlten die Stromkunden über die EEG-Umlage, die bei fallenden Börsenstrompreisen steige. Die Corona-Krise lege „die problematische Systematik des EEG-Gesetzes schonungslos offen“, sagte der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare