Senator Mitch McConnell (l.), Finanzminister Steven Mnuchin (m.) und Senator Chuck Schumer berieten über Wirtschaftshilfen.
+
Senator Mitch McConnell (l.), Finanzminister Steven Mnuchin (m.) und Senator Chuck Schumer berieten über Wirtschaftshilfen.

USA

„Hilfe ist unterwegs“

Die Amerikaner wollen mit zwei Billionen Dollar die Wirtschaft stabilisieren.

In den USA ist der Weg frei für ein gewaltiges Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Republikaner und Demokraten einigten sich nach tagelangen Verhandlungen in der Nacht zu Mittwoch auf billionenschwere Hilfen, wie der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, und der führende Demokrat in der Kammer, Chuck Schumer, am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mitteilten. Der Senat wie auch das Repräsentantenhaus müssen das Paket noch verabschieden. Es soll nach US-Medienberichten einen Umfang von zwei Billionen US-Dollar haben.

Das Konjunkturpaket beinhaltet nach Angaben der Unterhändler unter anderem direkte Hilfszahlungen an US-Steuerzahler, eine Ausweitung von Arbeitslosenunterstützung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein umfassendes Kreditprogramm für Unternehmen. Es soll die wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Epidemie abfedern.

Der genaue Text der Einigung war zunächst nicht öffentlich. Nach Angaben der „Washington Post“ ist darin ein Kreditprogramm im Umfang von 367 Milliarden US-Dollar für kleine Firmen vorgesehen. Auch große Unternehmen, die von der Krise besonders betroffen sind, sollen milliardenschwere Hilfen erhalten. Steuerzahler mit einem gewissen Höchsteinkommen sollen demnach einen Scheck über 1200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzliches Geld geben. Allein 130 Milliarden US-Dollar seien als Finanzhilfe für Krankenhäuser vorgesehen.

Die Demokraten hatten sich in den Verhandlungen zuletzt unter anderem dafür eingesetzt, die vorgesehenen Kreditprogramme stärker zu kontrollieren. Zudem forderten sie mehr Geld für den Gesundheitssektor und den Ausbau der Arbeitslosenversicherung. Schumer zufolge sollen gekündigte Arbeitnehmer im Schnitt nun bis zu vier Monate lang ihr volles Gehalt bekommen.

Er sagte, es handele sich um das „größte Hilfspaket in der US-Geschichte“. Wie es Kompromisse an sich hätten, sei auch dieses Paket keineswegs perfekt, räumte er ein. Die Demokraten hätten aber wichtige Verbesserungen ausgehandelt und eine „herausragende Vereinbarung“ erreicht, um durch diese düsteren Zeiten zu leiten. „Ich sage allen Amerikanern: Hilfe ist unterwegs – große Hilfe und schnelle Hilfe.“ (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare