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Während der Kur haben Mütter und Väter auch viel Zeit für ihren Nachwuchs.
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Während der Kur haben Mütter und Väter auch viel Zeit für ihren Nachwuchs.

Mutter-Kind-Kliniken

Hilfe für Mutter-Kind-Kuren

  • Nina Luttmer
    VonNina Luttmer
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Nach langem Ringen zahlen die Krankenkassen Kliniken für Mutter- und Vater-Kind Kuren einen Ausgleich für leerstehende Betten. Viele Kliniken sind in existenzieller Not.

Die 73 Kliniken, die mit dem Müttergenesungswerk (MGW) zusammenarbeiten und Kuren für Mütter und Väter mit ihren Kindern anbieten, können aufatmen: Wie das MGW am Freitagabend bekannt gab, gibt es nach langem Ringen eine Einigung, dass die Gesetzlichen Krankenkassen den Kliniken für wegen der Pandemie freibleibende Betten für den Zeitraum vom 16. Juni bis 31. Dezember diesen Jahres ein Ausfallhonorar von 50 Prozent zahlen. Zudem gibt es rückwirkend 60 Prozent Ausfallhonorar für leere Betten vom 1. Oktober bis 17. November 2020. Für diesen Zeitraum gab es bislang eine komplette Finanzierungslücke.

Die Kliniken sind durch die Pandemie teils in existenzielle Nöte geraten. Im vergangenen Jahre mussten sie über Monat hinweg schließen. Erst nach langem Ringen wurden sie unter den Rettungsschirm der Bundesregierung für den Gesundheitsbereich aufgenommen und erhielten damit ein Ausfallhonorar von 60 Prozent für Betten, die aufgrund der Pandemie frei blieben.

Im Herbst 2020 gab es dann eine Finanzierungslücke, nachdem der Schirm ausgelaufen war und erst im November ein neuer gespannt wurde: dann mit 50 Prozent Ausfallhonorar. Sprich: Die Hälfte der Mindereinnahmen mussten die Kliniken selbst schultern. Mitte Juni dann liefen die Hilfsmaßnahmen ganz aus.

Defizite im sechsstelligen Bereich

„Das war ein langer Weg und ein hartes Stück Arbeit, damit diese Kurmaßnahmen für Mütter, Väter und Pflegende mehr Sicherheit bekommen“, sagte Anne Schilling, Geschäftsführerin des MGW am Freitag. Sie sprach von einer großen Erleichterung.

„Zwar müssen die gemeinnützigen Kliniken immer noch 50 Prozent der Mindereinnahmen selbst finanzieren, aber wenigstens gibt es endlich Planungssicherheit bis Ende des Jahres“, sagte Schilling.

Im Jahr 2019 nahmen 47 000 Mütter, 2100 Väter und 70 000 Kinder bundesweit an den Angeboten des MGW teil. Im vergangenen Jahr dagegen waren es nur 31 000 Mütter, 1600 Väter und 45 000 Kinder. Derzeit können die Kliniken wegen Abstands- und Hygieneregeln, je nach räumlichen Gegebenheiten weiterhin nur 50 bis 90 Prozent der Betten belegen.

Um wirtschaftlich arbeiten zu können, bräuchten die Kliniken schon in normalen Zeiten eine Auslastung von 95 Prozent, hat das MGW mehrfach erklärt. Anfang Juni sagte Geschäftsführerin Schilling, dass viele Kliniken bereits Defizite im sechsstelligen Bereich angehäuft haben.

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