Thomas Gernhard (links) und sein Bruder Andreas (rechts) haben die Hein + Gernhard GmbH von ihrem Vater Walter Gernhard (Mitte) übernommen. 

Hessischer Gründerpreis

Mehr als Metallverarbeitung

Kreative Ideen, mutige Entscheidungen, soziale Wirkung: Der Hessische Gründerpreis zeichnet besondere Gründerinnen und Gründer aus. Die Frankfurter Rundschau stellt als Medienpartner die Finalisten vor. Diesmal: Hein + Gernhard GbmH.

Thomas Gernhard und sein Bruder Andreas haben die Hein + Gernhard GmbH von ihrem Vater Walter Gernhard übernommen. Das Unternehmen ist in der vierten Generation im Bereich der Metallverarbeitung und im Maschinenbau tätig.

Wer braucht Sie?

Wir erhalten Aufträge von internationalen Konzernen, mittelständischen Unternehmen oder auch freischaffenden Künstlern. Damit ist die Hein + Gernhard GmbH ein innovativer Partner für Unternehmen jedweder Größe unterschiedlichster Branchen.

Warum haben Sie gegründet?

Wir haben das Geschäft schon früh kennengelernt und wurden in die Entscheidungen des Unternehmens miteinbezogen. Das technische Interesse war von klein auf vorhanden, so dass bereits die Wahl der Ausbildung und des Studiums mit Blick auf einen späteren Einstieg in das Unternehmen erfolgte. Schritt für Schritt haben wir Projekte übernommen und unsere eigenen Bereiche aufgebaut. Das Projektgeschäft bringt eine große Themenvielfalt mit sich, so dass es immer wieder spannend ist, welche Aufträge zu erwarten sind.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?

Unsere Eltern haben in uns investiert. Sie haben uns den Weg geebnet, die Nachfolge antreten zu können. Auf Selbständigkeit wurde immer großen Wert gelegt, so dass wir auch zu Beginn alleine Entscheidungen treffen konnten und daraus lernen konnten. Die Stabilität des Unternehmens zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das wird auch von unseren Finanzpartnern honoriert. Auch unsere Kunden haben in uns investiert. Beispielsweise hat ein Kunde einen Auftrag platziert, der eine gewisse Innovationskraft erforderte. Wir haben seine Erwartungen erfüllt und arbeiten erfolgreich zusammen.

Was war die größte Hürde?

Die Umstellung eines Betriebes welcher Strukturen hat, die über Jahrzehnte gefestigt waren, auf den eigenen Führungsstil und die eigenen Vorstellungen zur Unternehmensentwicklung.

Wo brennt es im Betrieb?

Beim Projektgeschäft stellt sich immer wieder die Frage der Kapazitäten. Da ist interner Abstimmungsbedarf notwendig, um alle Ressourcen entsprechend dem Auftragsvorkommen einzusetzen.

Was ist der große Traum?

Wir entwickeln uns zu einem Partner für hochkomplexe Fertigungslösungen.

Beispielsweise fertigen wir Bauteile für die Luft- und Raumfahrt. Wir wollen auch der Partner sein für Unternehmen, die sich Produktentwicklungen und Kleinserienfertigungen wünschen.

Ihren Betrieb gibt es seit 1927. Fühlen Sie sich wirklich als Gründer?

Wir fühlen als (Be)Gründer einer neuen Generation. Wir haben die Unternehmensprozesse neu strukturiert, die technologische Ausstattung modernisiert und neue Geschäftsfelder akquiriert. Damit kommen wir unserer Vision ein Stück näher und sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Das sagt die Jury:

Die Nachfolger stellen sich moderner Technik, wie etwa dem 3D-Metall-Druck, und bieten großen Kundennutzen. Die Entwicklung seit der Übernahme ist beeindruckend positiv.

Partnerschaft:Die Frankfurter Rundschau unterstützt auch in diesem Jahr wieder den Hessischen Gründerpreis. Bis zum Finale am 1. November in Wetzlar stellen wir die zwölf besten Gründerinnen und Gründer vor.

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