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Ingmar Hornke und Boris Knopf
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Die Gründer Ingmar Hornke und Boris Knopf

Hessischer Gründerpreis

Würdezentrum: Ein Kurs in Letzter Hilfe

  • Tobias Schwab
    VonTobias Schwab
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Das Würdezentrum Frankfurt von Ingmar Hornke und Boris Knopf setzt innovative und international erfolgreiche Projekte für die Weiterentwicklung der Altenhilfe, des Gesundheitswesens und der allgemeinen Sorgekultur um.

Wer braucht Sie?
Die Gesellschaft in Deutschland. Unser Angebot wendet sich an Menschen im Alter von acht bis 100 plus.

Warum haben Sie gegründet?
Das Würdezentrum Frankfurt möchte die Sorgekultur in unserer Gesellschaft fördern und die Mitmenschlichkeit stärken. Wir wollen Menschen befähigen, Entscheidungen über ihren letzten Lebensabschnitt zu treffen. Wir sind der Meinung: Deutschland sollte nicht nur im Maschinenbau oder in der chemischen Industrie Spitzenleistungen bringen, sondern auch in der Mitmenschlichkeit und Sorgekultur.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Menschen, die unsere wertvolle Arbeit im Rahmen der palliativen Versorgung ihrer Angehörigen kennen und schätzen gelernt haben, und Stiftungen. Keine Unterstützung erfahren wir von Menschen, die nicht erkennen, dass der Tod und die Auseinandersetzung mit ihm zum Leben gehören, und die somit die Beschäftigung mit den Themen unserer Arbeit scheuen oder ablehnen.

Was war/ist die größte Hürde?
„Die“ Menschen zu erreichen, indem wir eine Aufgeschlossenheit schaffen und Ängste im Kontext schwerer Krankheit, Sterben und dem Tod nehmen können.

Wo brennt es im Betrieb?
Bei der Suche nach Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, um weiter wachsen zu können, da die Gehälter weitestgehend spendenfinanziert sind.

Was ist der große Traum?
Wir wollen aktiv einen gesellschaftlichen Wandel fördern. Denn gerade in der letzten Lebensphase wird die Würde des Menschen häufig verletzt. Menschen geraten in große seelische innere Not, es besteht ein Suizidrisiko. Hier setzen unsere Konzepte an. Unser großer Traum ist, dass unsere Arbeit durch die Politik eine entsprechende Anerkennung erfährt und sie somit Bestandteil der Regelfinanzierung der Krankenkassen wird, damit die Leistung nicht mehr spendenabhängig ist.

Zu welchem Praktikum würden Sie den künftigen Bundesgesundheitsminister oder die -ministerin gerne einmal einladen?
Zu einem Besuch in einem unserer ,,Letzte Hilfe“-Kurse für Bürgerinnen und Bürger sowie zu einem ,,Letzte Hilfe“- Kurs für Kinder und Jugendliche, mit denen wir Angstvorstellungen im Kontext von schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer nehmen und Menschen zur Beteiligung an einer allgemeinen zivilgesellschaftlichen Sorgekultur befähigen und ermutigen wollen.

Das sagt die Jury:
„Als Fachkrankenpfleger konnte Boris Knopf das Geschäftskonzept besonders authentisch und empathisch vermitteln. Das Ziel, die Mitmenschlichkeit in der Altenhilfe zu stärken, wurde dabei besonders sichtbar. Bezogen auf die gesellschaftliche Wirkung überzeugte insbesondere das Konzept der „Letzte Hilfe-Kurse“, die zu Mitmenschlichkeit und Unterstützung in der letzten Lebensphase eines geliebten Menschen ermutigen sollen. Die Kurse richten sich an Interessierte, die lernen möchten, was sie dabei für die ihnen Nahestehenden tun können.“

Partnerschaft:
Die Frankfurter Rundschau unterstützt auch in diesem Jahr den Hessischen Gründerpreis. Mit diesem Kurzinterview endet die Präsentation der zwölf Finalist:innen, die am 3. November in Frankfurt um den Hessischen Gründerpreis konkurrieren.

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