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Hessischer Gründerpreis verliehen

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Von: Steffen Herrmann

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Die Preisträgerinnen und Preisträger des Hessischen Gründerpreises 2022 in Kassel.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Hessischen Gründerpreises 2022 in Kassel. © Harry Soremski/Hessischer Gründerpreis

Die Jury des Hessischen Gründerpreises erklärt alle am Finale teilnehmenden Start-ups zu Preisträgern. Doch einige Firmen werden hervorgehoben.

Kurze Pitches, Smalltalk und Visitenkarten, in der Luft liegt Start-up-Spirit. Am Freitag ist der hessische Gründerpreis verliehen worden. Schon am Morgen des Finaltages hatten sich die Gründerinnen und Gründer der zwölf Finalisten im Science Park Kassel getroffen. Wenige Stunden vor der Preisverleihung: die letzte Gelegenheit, noch einmal für sich zu werben vor dem Ende der Abstimmung.

Am Abend dann das Ergebnis: Alle zwölf Unternehmen sind Gewinner. Wer sich mit dem Gründerpreis auskennt, der in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal verliehen wurde, ist nicht überrascht – das ist üblich. Alle Finalisten, das betonen die Veranstalter, sind Preisträger.

Zusätzlich wird aus den Preisträger:innen aber ein Unternehmen pro Wettbewerbskategorie ausgezeichnet, auch daran hat sich nichts geändert. Probenda aus Pfungstadt entwickelt sojafreie Tierfuttermittel auf Basis von Insekten (Innovative Geschäftsidee) und die Kleinen Riesen aus Kassel engagieren sich für die Versorgung sterbender Kinder (Gesellschaftliche Wirkung). Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Handwerksbetrieb Ernst Krastel (Zukunftsfähige Nachfolge), den seit Anfang des Jahres Tochter Viktoria in dritter Generation führt. In der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ wurden die Darmstädter Gründer von Ceres ausgezeichnet. Ihr Idee: kompostierbares Füllmaterial für den Paketversand.

Hessischer Gründerpreis: Start-ups pitchen ihre Ideen

„Sie tragen wesentlich dazu bei, unsere Wirtschaft zukunftsfähig zu machen“, sagte Tarek Al-Wazir bei der Preisverleihung in der Kasseler Sparkasse über die Finalisten. Der hessische Wirtschaftsminister ist Schirmherr des Preises, den die Frankfurter Rundschau als Medienpartner begleitet. In den vergangenen Wochen hatte die FR die Finalist:innen ausführlich vorgestellt.

Hinter den Teilnehmer:innen liegen intensive Monate: Der Startschuss fiel im Juni, es folgten Workshops, Netzwerktreffen und andere Veranstaltungen. 187 junge Unternehmen hatten sich für die diesjährige Ausgabe des Preises beworben – ein Plus von rund zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der fünfte Bewerberrekord in Folge. Gegenüber 2016 hat sich die Zahl der Bewerbungen sogar fast verdoppelt.

„Das zeigt, dass das hessische Start-up-Ökosystem selbst im dritten Pandemie-Jahr und vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine stark, zuversichtlich und selbstbewusst geblieben ist“, sagt Elisabeth Neumann. Sie ist Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ Sinnova, dem Ausrichter des Preises. Überhaupt: Bei den Zahlen läuft es. Zwar sind die Frauen auch an diesem Freitag in der Minderheit – typisch für die männerdominierte Start-up-Szene. Aber: Sie spielen eine immer größere Rolle, so Neumann. „In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der teilnehmenden Frauen verdreifacht.“

Geld gibt es an diesem Tag nicht, stattdessen nehmen die Gründerinnen und Gründer andere Dinge mit aus Kassel: Anerkennung, Aufmerksamkeit und neue Kontakte. „Seit Juni schwimmen wir auf einer Welle“, sagt Wali Manan vom Finalisten ESGendium, der Unternehmen dabei hilft, nachhaltiger zu wirtschaften.

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