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Das Team von Pipe Predict.
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Das Team von Pipe Predict.

Hessischer Gründerpreis

Pipe Predict: Mit künstlicher Intelligenz Rohrbrüchen vorbeugen

  • Tobias Schwab
    VonTobias Schwab
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Christoph Dörner, Valerie Fehst und Tri-Duc Nghiem haben Pipe Predict gegründet. Sie analysieren Sensordaten, um Wasserrohrbrüche mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu verhindern.

Wer braucht Sie?
Pipe Predict hilft Wasserversorgern und Fernwärmedienstleistern dabei, ihre Verluste zu reduzieren und Reparaturen effizienter zu gestalten. Da Wasserrohre je nach Material 60 bis 90 Jahre halten, viele Rohre nach dem Zweiten Weltkrieg erneuert werden mussten und ihr aktueller Zustand nicht bekannt ist, stehen viele Versorger vor der Frage, welche Rohre als erstes ausgetauscht werden müssen. Pipe Predict ermittelt durch die Analyse von Sensordaten den tatsächlichen Zustand der Rohre, findet Leckagen präzise und sagt Rohrbrüche voraus. Damit können limitierte Ressourcen wie Personal, Material und Budget optimal geplant werden.

Warum haben Sie gegründet?
Weltweit gehen jährlich 126 Milliarden Kubikmeter aufbereitetes Trinkwasser in Rohrnetzen und damit natürlich auch die Energie zu dessen Transport und Aufbereitung verloren. Durch die Megatrends Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Klimawandel stellt die zuverlässige Versorgung mit Wasser eine weltweit wachsende Herausforderung dar. Dürren, Wassermangel und sogar Kriege um die wertvolle Ressource werden uns erwarten. Wir wollen mit unserer digitalen Lösung einen Beitrag dazu leisten, die Welt energieeffizienter zu gestalten. Eine zuverlässige Wasserversorgung ist überlebensnotwendig und sollte kein Luxus werden.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Profitiert haben wir sehr vom Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt, von Climate KIC und dem SpinLab. Darüber hinaus haben Pilotprojektpartner wie Engie Solutions uns die Möglichkeit gegeben, die Technologie in einer praktischen Anwendung zu testen. Gefördert haben uns auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Aber auch institutionelle Investoren wie der Impact-Investor Übermorgen Ventures, der Leipziger Investor Smart Infrastructure Ventures sowie der Gründer der Powercloud GmbH haben in Pipe Predict und unsere Vision investiert.

Was war die größte Hürde?
Da wir eine neue tiefgreifende Technologie entwickeln, lag für uns die größte Hürde in der finanziellen Überbrückung der langfristigen Erstellung der Technologie. Durch die Aufteilung in kleinere Bausteine und die Identifikation von Kundenbedürfnissen für jeden Baustein konnten wir aber den Entwicklungsprozess so gestalten, dass einzelne Komponenten unseres Produkts bereits einen Mehrwert für Kunden generieren.

Wo brennt es aktuell im Betrieb?
Aktuell haben wir mehr angefragte Projekte, als wir mit unserem Personal umsetzen können. Daher sind wir auf der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich IT und Projektmanagement, aber auch für den Vertrieb und die Produktentwicklung.

Was ist der große Traum?
Unsere Vision ist eine Welt ohne unnötige Verluste von wertvollen Medien in Leitungen. Gobal kommt es im Schnitt zu Verlusten von 25 bis 50 Prozent des transportierten Wassers. Auch in Fernwärmeleitungen verursachen Leckagen große Energieverluste.

Ganz kurz für Laien erklärt: Wie nutzen Sie künstliche Intelligenz?
Pipe Predict setzt KI-Algorithmen ein, um störende Muster aus den erhobenen Daten herauszufiltern. Beispielsweise erzeugt ein Bus, welcher über die Straße oberhalb eines Rohres fährt, Stördaten, welche als Rohrbruch interpretiert werden könnten. Die Algorithmen filtern diese Fehlinformationen heraus und erkennen Muster von tatsächlichen Leckagen.

Das sagt die Jury:
Christopher Dörner hat es geschafft, der Jury die Erfindung von Pipe Predict für die Echtzeitanalyse von Sensordaten zur Überwachung von Rohrnetzen verständlich zu erklären und auch an einem echten Sensor die Funktionsweise aufzuzeigen. Beeindruckend sind die vielfältige Einsetzbarkeit dieser Technik und die sich daraus ergebenden Geschäftspotenziale. Auch die Kundenvorteile in Form eines Frühwarnsystems zur digitalen Überwachung des Rohrsystems, das zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann, wurden positiv bewertet.

Partnerschaft:
Die Frankfurter Rundschau unterstützt den Hessischen Gründerpreis. Bis zum Finale am 3. November stellen wir die zwölf besten Gründerinnen und Gründer vor.

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