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Compredict: Virtuelle Sensoren

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Von: Tobias Schwab

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Rafael Fietzek und Stéphane Foulard
Gründerteam: Rafael Fietzek und Stéphane Foulard. © Compredict

Rafael Fietzek und Stéphane Foulard haben das Start-up Compredict gegründet und virtuelle Sensoren entwickelt, die die Lebensdauer von Fahrzeugteilen vorhersagen können.

Wer braucht Sie?
Fahrzeughersteller – ihnen mangelt es nicht an Daten aus den vernetzten Fahrzeugen, aber sehr wohl an Methoden, um diese Datenmengen sinnvoll auszuwerten und Erkenntnisse daraus in die Produktentwicklung zurückzuspeisen. Und Betreibern von Fahrzeugflotten fehlt es an verlässlichen und einfach zu integrierenden Tools zur prädiktiven Wartung, zur Messung der Fahrzeugmasse und, damit verbunden, zur verlässlichen Reichweitenbestimmung elektrischer Fahrzeuge.

Warum haben Sie gegründet?
Als Stéphane 2015 die Ergebnisse seiner Dissertation zum Online-Lastmanagement publiziert hat, waren Digitalisierung und Industrie 4.0 zu Megathemen geworden. Und die Frage kam auf, wie und welche Mehrwerte man aus Fahrzeugdaten ziehen kann. Potenzielle Kunden zeigten Interesse und es zeichnete sich ein Markt ab. Das gab den Ausschlag und wir haben die Chance ergriffen.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Vor der Gründung 2017 investierten THI Investments und SEK Ventures. In der Gründungsphase 2020 dann Michelin Ventures, THI Investments und SEK Ventures.

Was war die größte Hürde?
Das Jahr 2020 war schwierig, aber wir sind gut durch die Krise gekommen. Wir haben die Zeit genutzt, um die Produktentwicklung voranzutreiben, und sind nun stolz darauf, unseren Kunden eine ganze Palette virtueller Sensoren für ganz unterschiedliche Fahrzeuge anbieten zu können.

Wo brennt es im Betrieb?
Bei der Erweiterung unseres Teams. Wir wachsen stark und für die Weiterentwicklung und den Vertrieb brauchen wir die besten Leute.

Was ist der große Traum?
Dass wir mit unseren rein software- basierten virtuellen Sensoren, ohne jemals Hardware zu verkaufen, einer der größten Sensorhersteller weltweit werden.

Schon Kontakt zu Elon Musk aufgenommen?
Bisher hatten wir leider noch keinen Kontakt zu Elon Musk, aber wir planen, ihn beziehungsweise sein Team im Rahmen unseres Markteintritts in den USA zu kontaktieren.

Das sagt die Jury:
Compredict aus Darmstadt hat eine rein softwarebasierte Lösung entwickelt, um Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die Restlebensdauer von Automobilkomponenten zu berechnen. Die Software des Gründerteams erhebt in Echtzeit während der Autofahrt mit den bereits im Fahrzeug vorhandenen Sensoren Informationen zur Belastung der Fahrzeugteile. Damit startet Compredict die nächste Evolutionsstufe in der Pkw-Herstellung. Eine Entwicklung, die besonders wichtig für den Standort Deutschland ist und die dabei entscheidend helfen kann, Arbeitsplätze in der Branche zu halten und neue zu schaffen.

Partnerschaft:
Die Frankfurter Rundschau unterstützt auch in diesem Jahr den Hessischen Gründerpreis. Bis zum Finale am 3. November in Frankfurt stellen wir die zwölf besten Gründerinnen und Gründer aus vier Kategorien vor.

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