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Maximilian und Konstantin Wilk.
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Maximilian und Konstantin Wilk.

Hessischer Gründerpreis

Aqon Pure: Wasser enthärten

  • Tobias Schwab
    VonTobias Schwab
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Maximilian und Konstantin Wilk haben die Nachfolge im Familienunternehmen Aqon Water Solutions in Bensheim angetreten und eine Technik zur Wasserenthärtung ohne Salz entwickelt.

Maximilian und Konstantin Wilk haben die Nachfolge im Familienunternehmen Aqon Water Solutions in Bensheim angetreten und eine Technik zur Wasserenthärtung ohne Salz entwickelt.

Wer braucht Sie?
In Deutschland gibt es mehr als 19 Millionen Wohngebäude. Circa 40 Prozent davon liegen in einer Region mit hartem Wasser. Dadurch können Rohrleitungen, Armaturen oder Haushaltsgeräte besonders schnell verkalken. Die Aqon Pure Kalkschutzanlage schafft genau hier Abhilfe und macht gleichzeitig den Milliardenmarkt Wasseraufbereitung umweltfreundlicher, da unsere Lösung auf Salz und Abwasser verzichtet.

Warum haben Sie gegründet?
2016 schrieb Maximilian bei einem deutschen Konzern im Silicon Valley in Kalifornien seine Master-Thesis. Dabei ist er zufällig auf ein Gesetz aufmerksam geworden, welches 2006 der Gouverneur von Kalifornien, damals Arnold Schwarzenegger, unterzeichnete. Der sogenannte „water softener ban“ führte ein, dass Wasserenthärtungsanlagen mit Salz in Privathaushalten teilweise verboten wurden. Als ich 2017 zurückkam, war mir klar: Deutschland kann von diesem Ansatz ebenso profitieren! Da das Unternehmen unseres Vaters sich bereits seit 2003 mit umweltfreundlicher Wasseraufbereitung befasste, lag es auf der Hand, dass wir ins Familienunternehmen einsteigen.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Auch wenn wir unsere ganz eigenen Vorstellungen hatten, wie wir in den Markt für Wasseraufbereitung einsteigen, so hat unser Vater uns anfangs ganz besonders unterstützt. Er gab sein jahrzehntelang gesammeltes Wissen über Wasseraufbereitung an uns weiter.

Die FR präsentiert die Finalistinnen und Finalisten des Hessischen Gründerpreises

Und wieder ein Rekord: 167 junge Unternehmen haben sich in diesem Jahr um den Hessischen Gründerpreis beworben - zum vierten Mal in Folge ist die Zahl der Teilnehmenden damit gewachsen. Besonders begeistert zeigt sich Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ Sinnova Gesellschaft für soziale Innovationen, darüber, dass die Start-ups wieder viele Arbeitsplätze geschaffen haben. Von den insgesamt 1207 Jobs seien gut die Hälfte Vollzeit- und 367 Teilzeitstellen. 187 Menschen arbeiteten freiberuflich für die jungen Unternehmen.
Auffällig: „Die Themen künstliche Intelligenz und Sensorik haben sich dieses Jahr im Wettbewerb stark bemerkbar gemacht. Das zeigt die Innovationskraft der Gründer und Gründerinnen“, sagt Neumann. „Aber auch jenseits davon haben wir sehr viele tolle Geschäftsideen aus verschiedenen Branchen gesehen, die zur Erneuerung und Verjüngung der hessischen Wirtschaft beitragen.“
Zwölf Unternehmen treten nun am 3. November in Frankfurt im Finale an. Die Frankfurter Rundschau ist Medienpartner des Wettbewerbs und wird die Finalist:innen in den nächsten Wochen mit Kurzinterviews präsentieren.
Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 in vier Kategorien verliehen. Gefördert wird der Wettbewerb vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie mit europäischen Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung. tos

Was war die größte Hürde?
Wer bei uns Kunde ist, bekommt nicht nur das Produkt, sondern auch den Einbau zum Festpreis. Hierfür nutzen wir inzwischen bundesweit mehr als 270 Partnerunternehmen der SHK- Branche. 2018 starteten wir mit zehn Partnerbetrieben. Der Aufbau dieses Netzes war eine enorme Leistung.

Wo brennt es im Betrieb?
Die größte Herausforderung ist, die Prozesse im Unternehmen an das enorme Wachstum anzupassen. 2018 erzielten wir mit Aqon Pure gerade einmal einen Jahresumsatz von rund 50 000 Euro. 2021 werden es sehr wahrscheinlich bereits sieben Millionen sein. Daher sind das Einstellen von neuen Mitarbeiter:innen und die Prozessoptimierung durch moderne IT ein ständiger Begleiter.

Was ist der große Traum?
2030 soll jedes Haus in Deutschland, das in einer Region mit hartem Wasser liegt, auf die Aqon Pure Kalkschutzanlage setzen!

Über was würden Sie sich mit Arnold Schwarzenegger gerne einmal unterhalten?
Wir würden ihn fragen, was für ihn die größere Herausforderung gewesen ist bzw. ist: Mr. Universe zu werden oder den Klimawandel zu stoppen?

Das sagt die Jury:
„Maximilian und Konstantin Wilk sind echte Gründer innerhalb des eigenen Familienunternehmens. Die beiden Youngster haben die Jury mit ihren Erfolgen bei der Weiterentwicklung der Marketingstrategie und der Etablierung der Marke am Markt beeindruckt.“

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