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Inflation: Linken-Politikerin fordert 200 Euro mehr Hartz IV im Monat

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Von: Moritz Serif

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Jessica Tatti, Linken-Sprecherin, fordert mehr Arbeitslosengeld (Archivbild).
Jessica Tatti, Linken-Sprecherin, fordert mehr Arbeitslosengeld (Archivbild). © Christian Spicker/imago

Jessica Tatti, Linken-Politikerin, hatte ausgerechnet, dass Hartz-IV-Empfangende wegen Inflation hungern müssten. Nun äußert sie sich auf Anfrage von fr.de.

Berlin – Jessica Tatti, Linken-Sprecherin im Bundestag, fordert wegen Inflation und steigender Preise eine Erhöhung der Hartz IV-Sätze um 200 Euro pro Monat. „Die Inflation bedeutet in der Existenzsicherung monatlich über 30 Euro weniger im Geldbeutel. Das können die Leute nicht mehr irgendwo anders einsparen“, antwortete sie auf eine Anfrage von fr.de

Für Nahrung und Getränke seien pro Tag 5,19 Euro veranschlagt. „Allein die Inflation frisst umgerechnet sechs Tagesrationen im Monat auf“, führt Tatti weiter aus. Spätestens seit dieser Notlage müsse die Regierung die „kleingetricksten Regelsätze endlich ehrlich berechnen“, erklärt die Linken-Sprecherin.

Hartz IV: „Es muss Schluss sein mit den miesen Statistik-Tricks!“

„Das heißt mindestens 200 Euro mehr in Hartz IV und Sozialhilfe. Es muss Schluss sein mit dem Kleinrechnen und den miesen Statistik-Tricks!“, fordert Jessica Tatti. Dazu habe die Fraktion bereits einen Antrag im Bundestag eingereicht. Von einer Zinserhöhung durch die EZB hält die Linken-Sprecherin indes nichts.

„Die derzeitige Inflation wird maßgeblich durch die Energiekrise infolge des Angriffskrieges auf die Ukraine sowie die Lieferprobleme aus China getrieben. Eine Zinserhöhung durch die EZB behebt diese Probleme nicht, sondern könnte unsere Wirtschaft zusätzlich schwächen“, sagt sie.

„Das hilft gegen die Unverschämtheit der Energiekonzerne“

Nicht die EZB, sondern die Bundesregierung sei jetzt am Zug. „Die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sollte vorübergehend auf null Prozent gesenkt werden“, erklärt Tatti. Gas- und Energiepreise müssen staatlich überwacht und gedeckelt werden. „Das hilft gegen die Unverschämtheit der Energiekonzerne, die mit dem schrecklichen Krieg obszöne Gewinne machen. Doch für eine Übergewinnsteuer ist die Bundesregierung zu feige“, sagt sie. (Moritz Serif)

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