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Grundsteuer: Wie sie nach der Reform berechnet wird

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Von: Patricia Huber

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Die Grundsteuer sorgt bei vielen Eigentümer:innen noch für Fragezeichen. Wir erklären, wie sie berechnet wird – und welche Faktoren dabei Einfluss haben.

München – Die Grundsteuer ist derzeit bei vielen Grundeigentümer:innen ein leidiges Thema. Denn für eine Neubewertung muss jede:r Eigentümer:in die neue Grundsteuererklärung ausfüllen. Die ist kompliziert und sorgt für Kopfzerbrechen. Doch sie ist auch dringend notwendig, damit die Finanzämter den neuen Grundsteuersatz festlegen können – dieser war bisher nämlich veraltet.

Doch wie wird die Grundsteuer überhaupt berechnet? Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Unter anderem der Wohnort, aber auch die Grundstücksfläche. Im Großen und Ganzen wird die Grundsteuer aus drei Faktoren berechnet. Einmal dem Grundsteuerwert, welchen das Finanzamt ermittelt, der Steuermesszahl und dem Hebesatz der entsprechenden Kommune, berichtet merkur.de. Diese drei Zahlen werden dann multipliziert und daraus ergibt sich dann die jährliche Grundsteuer.

So wird die Grundsteuer berechnet

Grundsteuerwert x Steuermesszahl (0,031 Prozent) x Hebesatz

Grundsteuer: Aus diesen Faktoren setzt sie sich zusammen

Der Grundsteuerwert setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Der zweite Faktor, die Steuermesszahl, sinkt mit der Grundsteuerreform deutlich. Das soll verhindern, dass sich das Grundsteueraufkommen erhöht. Der Faktor beträgt für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke und Wohnungseigentum dann nur noch 0,031 Prozent, statt bisher 0,35 Prozent.

Der dritte Faktor, also der Hebesatz, unterscheidet sich je nach Kommune. Inwiefern diese mit der Reform angepasst werden, ist bisher noch nicht klar.

Die Grundsteuer wird mit der Reform neu berechnet.
Die Grundsteuer wird mit der Reform neu berechnet. © Soeren Stache/dpa

Grundsteuerwert, Steuermesszahl, Hebesatz: Musterrechnung zur Grundsteuer

Musterrechnung zur Grundsteuer

Familie Meier lebt in einem Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche und einer Grundstücksfläche von 1000 Quadratmetern. Der Bodenrichtwert des Ortes liegt bei 400 Euro, angenommen wird die Mietniveaustufe 4 und gebaut wurde das Haus im Jahr 1940. Damit liegt der Grundsteuerwert bei 310.100 Euro. Dieser wird mit der neuen Steuermesszahl von 0,031 Prozent und dem beispielhaften Hebesatz von 421 Prozent multipliziert. Somit müsste die Familie 404,71 Euro pro Jahr an Grundsteuer bezahlen.

Wie hoch die Grundsteuer also ausfällt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Während manche Faktoren schon jetzt feststehen, werden die Hebesätze erst festgelegt, wenn die neuen Grundsteuerwerte feststehen. So können Gemeinden dafür sorgen, dass die Einnahmen auch nach der Reform konstant bleiben. (ph)

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