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Grundsteuer: „Verdoppelt oder verdreifacht“ – In diesen Bundesländern wird es künftig teurer

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Von: Patricia Huber

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Mit der Neuberechnung der Grundsteuer kommen auf viele Eigentümer:innen höhere Kosten zu. In manchen Ländern droht sogar eine Verdreifachung.

München – Die neue Grundsteuer sorgt bei vielen Grundeigentümer:innen für Kopfzerbrechen. Denn für die geplante Neuberechnung müssen die Besitzer:innen eine Grundsteuererklärung ausfüllen. Gefordert werden darin etliche Daten und Informationen in komplizierter Behördensprache. Das führt zu Frust bei den Betroffenen. Doch auch nachdem die Erklärung erledigt ist, müssen viele Eigentümer:innen schon bald mit den nächsten schlechten Nachrichten rechnen, berichtet merkur.de. Denn durch die Neubewertung der Grundstücke droht mancherorts eine satte Erhöhung der Grundsteuer.

Grundsteuer wird in Ostdeutschland „erheblich teurer“

„Gerade in Ostdeutschland ist zu befürchten, dass die Grundsteuer erheblich teurer wird und sich teilweise verdoppelt oder verdreifacht“, sagt Sascha Matussek, Steuerberater, Partner und Geschäftsführer bei der Kanzlei Winheller gegenüber dem Handelsblatt. Wohnungseigentümer:innen im teuren München können hingegen aufatmen. Peter Jung, Steuerberater bei Ernst & Young erklärt der Zeitung: „Für zwei gleich große Wohnungen in München in Bestlage und einfacher Wohnlage wird künftig Grundsteuer in derselben Höhe fällig.“

Grundeigentümer:innen im Osten, also in den neuen Bundesländern, müssen mit deutlich höheren Kosten rechnen, da die Werte für die Berechnung der Grundsteuer hier noch aus dem Jahr 1935 stammen, berichtet focus.de. Im Westen sind die Werte zumindest ein bisschen aktueller – nämlich aus dem Jahr 1964. Somit müssen also Eigentümer von Grundstücken oder Wohnungen in den folgenden Ländern mit einer höheren Steuerlast rechnen:

16 Kommunen müssen überhaupt keine Grundsteuer bezahlen

Eine Studie der Beratergesellschaft Ernst & Young (EY) zeigt auch, dass Bürger:innen in den ostdeutschen Bundesländern in den vergangenen Jahren am wenigsten gezahlt haben. Mit der Neubewertung dürfte dies nun wieder ausgeglichen werden.

Kran zwischen zwei eingerüsteten Häusern.
imago0137820228h.jpg © Beautiful Sports/KJPeters/Imago Images

Es gibt jedoch auch ein paar Glückspilze unter den Grundeigentümer:innen. Aus der EY-Studie aus dem Jahr 2021 geht hervor, dass in insgesamt 16 deutschen Kommunen überhaupt keine Grundsteuer fällig wurde. Davon lagen acht in Schleswig-Holstein, sieben in Rheinland-Pfalz und eine in Baden-Württemberg. Laut focus.de verlangen diese Kommunen keine Grundsteuer von den Eigentümer:innen, da sie das Geld schlichtweg nicht benötigen. Denn die Einnahmen aus Windkraftanlagen füllen die Gemeinde-Kassen zur Genüge. (ph)

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