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GASTWIRTSCHAFT

Die große Midlife-Chance

  • Sigrid Meuselbach
    VonSigrid Meuselbach
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Frauen um die 50 können noch viel erreichen

Alle reden von der Midlife-Krise, niemand von der Midlife-Chance der Frau um die 50. Die Kinder gehen eigene Wege, wirtschaftlich ist vieles geregelt – und im Job läuft es oft rund, auch wenn die Karriere stockt. Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen. Noch liegen 15 Jahre Beruf vor ihr. Da kann von „langsam austrudeln lassen“ keine Rede sein. Warum nicht den Sackbahnhof verlassen, in dem man schon eine Weile steht, und Kurs auf etwas Neues nehmen?

Keine einfache Entscheidung, wohin soll die Reise gehen? Während Männer versuchen, auf dem gleichen Gleis immer schneller und weiter zu fahren, sind Frauen anders gestrickt. Viele haben ein breites Spektrum beruflicher und privater Interessen. Will sie die gläserne Decke im alten Job sprengen und es dem Herrenclub auf der Teppichetage zeigen oder ihr Glück woanders suchen? Will sie auf eigenen Beinen stehen und Unternehmerin werden oder sich sozial engagieren? Aufstieg, Umstieg oder Ausstieg? Selbständigkeit, Selbstverwirklichung oder ganz frech beides?

Viele Frauen glauben nicht mehr an die männliche Mär, dass das Leben kein Ponyhof ist, und suchen aktiv ihr berufliches Glück. Raus aus dem Sachzwang, rein in die Freude am Leben und Leisten: So lautet die Devise und macht das sechste Lebensjahrzehnt zur Chance auf einen Ausbruch aus der Stagnation.

Das Wichtigste dabei ist ein gesundes Selbstvertrauen. Sie hat bewiesen, was sie kann und ist noch lange Jahre fit genug, etwas zu bewegen. Kein Grund also, beim Personaler, der den Zugang zum Wunschjob bewacht, oder dem Banker, der so tut, als müsse er den Förderkredit vom Taschengeld bezahlen, kleine Brötchen zu backen. Fünfzig zu sein ist kein Makel, sondern ein Qualitätsmerkmal – das müssen die Türsteher und Bedenkenträger einsehen.

Ein paar Dinge sind aber zu beachten: Erstens, klare Ziele setzen und einen ehrlichen Realitätscheck machen. Zu schnell ist ein Märchenschloss auf Sand gebaut. Zweitens, wenn möglich, Umstellen mit Bedacht. Lässt sich ein fließender Übergang hinkriegen? Drittens, mit Leistung punkten. Erfahrung ist unbezahlbar. Und viertens, Rat einholen – am besten querbeet: Verwandte, Freunde und Freundinnen, Kollegen und Kolleginnen, denen man vertraut. Oder ein Coaching wagen. Fünftens, sich trauen. Denn nur wer wagt, gewinnt.

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