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Griechenland ist im Kampf gegen die Schulden endlich erfolgreich.
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Griechenland ist im Kampf gegen die Schulden endlich erfolgreich.

Grichenland Schulden

Griechen erzielen Überschuss

Griechenland verbucht nach jahrelangen Rückschlägen Erfolge im Kampf gegen die Schuldenkrise. Der Überschuss im Staatshaushalt wird der Regierung zufolge in diesem Jahr doppelt so hoch ausfallen wie bislang erwartet und die Wirtschaft endlich der Rezession entkommen.

Einen Tag vor einem Treffen mit Ministerpräsident Antonis Samaras sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel der Regierung in Athen am Donnerstag "sehr große Hochachtung" für die Fortschritte aus. Die Gläubiger-Troika sieht allerdings vor Freigabe der nächsten Kredittranche noch "Klärungsbedarf". Zudem wurde gleichzeitig auch Ungeduld über das langsame Tempo der Reformen laut.

Der Primärhaushalt - bei dem die Zinskosten unberücksichtigt bleiben - werde dank unerwartet hoher Steuereinnahmen mit mindestens 812 Millionen Euro im Plus liegen, erklärte die Regierung und korrigierte damit Angaben von Vize-Finanzminister Christos Staikouras, der zunächst von mindestens 712 Millionen gesprochen hatte. Bislang war lediglich ein Überschuss von 344 Millionen Euro erwartet worden. Nach sechs Jahren Rezession erwartet die Regierung im kommenden Jahr auch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent.

Niemand rechnete damit

Merkel erklärte beim Deutschen Handelskongress in Berlin, niemand hätte in diesem Jahr mit einem Primärüberschuss in Griechenland gerechnet. "Wir können jetzt die ersten Erfolge sehen", sagte Merkel. "Griechenland hat Änderungen in den letzten Jahren vollzogen, die sind absolut bemerkenswert." Auch wenn Vieles noch nicht so sei, wie man sich das aus deutscher Sicht vorstelle, seien die Änderungen gravierend.

Die internationalen Geldgeber sprachen nach der aktuellen Prüfung der Reformbemühungen zwar auch von "Fortschritten", sehen jedoch noch Klärungsbedarf. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, äußerte sich zudem frustriert über die Gespräche. "Viele Finanzminister der Euro-Zone verlieren langsam die Geduld", sagte Dijsselbloem der Zeitung "Ta Nea". "Die Gespräche über die Fortschritte des Landes - oder besser den Mangel an Fortschritten - bei der Erfüllung der Pflichten werden fortgesetzt."

Die Regierung in Athen streitet seit Monaten mit der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) darüber, wie eine Lücke im Haushalt geschlossen werden soll. Ohne eine Einigung mit der Regierung steht die Überweisung der nächsten Tranche für das hoch verschuldete Euro-Land auf dem Spiel.

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