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Gut gewickelt: Die Zeitschrift Öko-Test zieht ein gutes Fazit bei Baby-Windeln.
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Gut gewickelt: Die Zeitschrift Öko-Test zieht ein gutes Fazit bei Baby-Windeln.

Windeln im Öko-Test

Gut gewickelt

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Beim Kauf von Babywindeln sind Fehlgriffe selten. Im Vergleich entdeckt Öko-Test aber große Preisunterschiede.

Von Julie Allain

Der Preis gibt kaum einen Hinweis auf die Qualität von Babywindeln. Die Zeitschrift Stiftung Ökotest überprüfte 16 verschiedene Angebote auf bedenkliche Inhaltsstoffe, Aufsaugvermögen und -geschwindigkeit, Tragekomfort, Handhabung, Weichheit und Hautfreundlichkeit. Keines der untersuchten Produkte war perfekt, es gab also kein „sehr gut“. Dennoch kann man beim Kauf offenbar nicht viel falsch machen. Etwa 80 Prozent der getesteten Windeln schnitten mit „gut“ ab, die restlichen 20 Prozent lieferten ein befriedigendes Ergebnis. Keine der Proben enthielt bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe.

Auffällig ist, dass es bei einem relativ einheitlichen Ergebnis so starke Preisschwankungen gibt. Werden nur die Windeln mit dem Gesamturteil „gut“ betrachtet, kommen sowohl „Babydream Premium Windeln“ von Rossmann für 5,49 Euro (pro 40 Windeln) als auch die fast doppelt so teuren „Pampers Active Fit Dry Max“ von Procter & Gamble für 10,58 Euro (gleiche Menge) in Frage.

Vergleichen und sparen

Das kann beim Gesamtverbrauch an Windeln eines Babys in den ersten zweieinhalb Jahren einen Unterschied von fast 1000 Euro ausmachen. Deshalb empfiehlt Öko-Test, die Preise sorgfältig zu vergleichen und im Internet auf www.windeln.de größere Mengen an Markenprodukten etwas günstiger zu bestellen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht jedes Kind mit jedem Modell zurechtkommt. Deshalb sollte ein „Vorrat“ nicht zu früh angelegt werden.

Im Praxistest schwächelten drei Produkte und erhielten deshalb nur die Note „befriedigend“. „Moltex Öko Die Weiße“ ist wohl nicht so leicht zu handhaben, da sie laut Öko-Test nicht vollständig schließt. „Toujours Premium Windeln“ hingegen verursachten Druckstellen. Bei beiden funktioniere die Feuchtigkeitsrückhaltung nicht optimal, sondern nur „befriedigend“. Außerdem seien die „Real Quality Easy Active Pants nicht leicht an- und auszuziehen. Sie waren die einzigen „Schlupfwindeln“ im Test und eignen sich aus Sicht der Experten nur „für die ersten Lernversuche am WC“.

Die beliebtesten Windeln sind immer noch „Pampers“. Sie schnitten in allen Bereichen sehr gut ab – außer bei der Aufsauggeschwindigkeit. Die ist nur befriedigend, trotzdem ist das Speichervermögen sehr gut. Daraus ergab sich, wie bei den meisten anderen Windeln im Test, die Gesamtnote „gut“.

Pampers gut, aber teuer

Obwohl die „Pampers“ Windeln das beste Ergebnis lieferten, bergen sie einen Haken: Sie sind mit Abstand die teuersten. Daher heißen die Preis-Leistungs-Sieger „Vibelle“ von Aldi Nord und „Babydream Premium Windeln“ von Rossmann. Sie kosten 5,50 Euro beziehungsweise 5,49 Euro.

Doch nicht nur beim Einkauf von Windeln ist Vorsicht geboten, sondern auch bei der Entsorgung: Windeln gehören nicht in die Bio-Tonne. Sie bestehen so gut wie gar nicht aus biologisch abbaubaren Rohstoffen. Außerdem gibt es laut Öko-Test gesetzliche Bestimmungen, die es verbieten, gebrauchte Windeln wegen der „Fäkalien“ in die Bio-Tonne zu werfen.

Eine Alternative ist der „Windel-Willi“. Die mit Windeln befeuerte Heizanlage in Meckenbeuren am Bodensee verbrennt bis zu 5000 Tonnen Höschenwindeln und Inkontinenzhilfen im Jahr. Acht Gemeinden und Städte aus dem Kreis Ravensburg lassen ihren Müll auf diesem Wege entsorgen. Die Ersparnis an Gas, Öl und Abfallgebühren beziffert Öko-Test mit rund 350.000 Euro. Dies könnte in Zukunft auch ein Modell für andere Kommunen sein.

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