Flugbegleitergewerkschaft

Gericht stellt Ufo-Vorstand infrage

Folgen für angedrohte Streiks sind offen.

Mitten in den Vorbereitungen für Streiks im Lufthansa-Konzern wachsen die Zweifel am Vorstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Das Amtsgericht Darmstadt hat die Wahl der aktuell amtierenden Gewerkschaftsspitze wie auch des Vorgängergremiums wegen möglicher Formfehler für „schwebend ungültig“ erklärt, wie die Justiz am Donnerstag bestätigte. In der Sache sei aber keine endgültige Entscheidung gefallen. Der Ufo werde nun Gelegenheit gegeben, sich zu den Sachverhalten zu äußern.

Unklar bleiben zunächst die Folgen für die angedrohten Arbeitskämpfe der Flugbegleiter im Lufthansa-Konzern. Bei der Tochter Eurowings hat der strittige Vorstand gerade die Mitglieder zu einer Urabstimmung über Streiks aufgerufen.

Die Lufthansa sieht sich in ihrer Haltung bestätigt, dass die Gewerkschaft derzeit nicht über einen handlungsfähigen Vorstand verfüge. „Genau aus diesem Grund kann es aktuell keine Gespräche mit Ufo geben.“ Ein Sprecher der Eurowings sagte: „Auch der Aufruf zu einer Urabstimmung oder später zu einem möglichen Streik bei Eurowings und Germanwings ist ohne einen handlungsfähigen Vorstand der Gewerkschaft nicht möglich.“ (dpa)

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