1. Startseite
  2. Wirtschaft

Notgroschen ansparen: Wie viel Geld Sie zurücklegen sollten

Erstellt:

Von: Nadja Austel

Kommentare

Einen Notgroschen, also eine Rücklage für Notfälle, sollte jeder haben. Aber wie viel sollte man dafür sparen? Was Finanzfachleute raten.

Frankfurt – Sparen fällt den meisten Menschen schwer. Trotzdem ist es sinnvoll, in den sauren Apfel zu beißen und Rücklagen für den Notfall zu bilden. Ein Notgroschen kann unvorhersehbare Ausgaben auffangen und Sie davor bewahren, Schulden zu machen.

Eine erste Maßnahme ist, die Ausgaben zu reduzieren. Das Sparen kann dadurch entweder ermöglicht oder optimiert werden. Das Geld kann dann in die Rücklage eingezahlt werden. Schon beim Händewaschen, Heizen oder Kochen lassen sich Energiekosten einsparen. Ebenso ist es sinnvoll, regelmäßig laufende Verträge und Abonnements zu kontrollieren.

Zwei Hände hantieren mit Euro-Scheinen. Auf dem Tisch darunter liegen weitere Scheine und Münzen. (Symbolbild)
Notgroschen sparen: Wie hoch die Rücklagen sein sollten. (Symbolbild) © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Notgroschen sparen: Wie hoch die Rücklagen sein sollten

Schon ein paar dieser kleinen Schritte können den Unterschied machen. Denn um für eine Notfall-Rücklage aufzubauen, reicht es, monatlich einen kleinen Betrag in den Notgroschen zu investieren. Die Summe, die man für Notfälle sparen sollte, variiert allerdings natürlich je nach Haushaltsgröße und den individuellen Bedürfnissen stark.

Das Einkommen und die Ausgaben von Single-Haushalten und einer mehrköpfigen Familie lassen sich nur schwer vergleichen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher, die Höhe ausreichender Rücklagen auf der Grundlage der Einnahmen zu berechnen.

Sparen auf den Notgroschen – Wie die Höhe der Rücklagen berechnet wird

Die Verbraucherzentrale rät zu der Faustregel, für den Notfall immer insgesamt zwei bis drei Monats-Einnahmen als Rücklage zur Verfügung zu haben. Wichtig sei dabei allerdings, dass das Geld sowohl sicher ist – also nicht etwa in Form von Bargeld gebunkert wird –, dass es jederzeit zugänglich ist und, dass es kurzfristig verfügbar ist. Letzteres ist etwa bei einem Sparkonto nicht der Fall.

Empfohlen wird daher die Verwendung entweder eines separaten Girokontos zum Sparen, das nicht mit den alltäglichen Ausgaben belastet wird, oder eines Tagesgeldkontos. Dieses sei für genau diesen Zweck vorgesehen. Wird das Geld hier eingelagert, erhält man sogar – wenn auch nur geringe – Zinsen auf die Rücklage.

Notgroschen sparen: Wie hoch muss die Rücklage sein? – Das Wichtigste in Kürze

Notgroschen sparen: Wie viel man im Monat in die Rücklage einzahlen sollte.

Wer noch keine Notfall-Rücklage sparen konnte, steht vor der Frage: Wie viel Geld sollte ich einzahlen? Auch hier rechnen Verbraucherportale auf Grundlage des Einkommens: Fünf Prozent der monatlichen Einnahmen ist der von der Verbraucherzentrale genannte Richtwert, der über die Zeit in die Rücklage investiert werden kann.

Eine weitere Rechnung, um zu ermitteln, wie viel man sparen sollte, ist die „50/30/20“-Formel. Sie gibt nicht nur Orientierung darüber, wie viel des Einkommens im Monat in die Rücklage eingezahlt werden sollte, sondern auch, wie hoch die Ausgaben für welche Kosten werden dürfen. 

Höhe des Betrags in Relation zum EinkommenArt der Verwendung
50 ProzentLebensunterhalt wie Miete, Energie, Haushalt und Ähnliches
30 ProzentFreizeitaktivitäten
20 ProzentSparen

50 Prozent des Einkommens könne demnach für den monatlichen Lebensunterhalt ausgegeben werden. Dazu gehörten Miete, Strom, Gas und alle Ausgaben für den Haushalt. 30 Prozent könnten für Freizeitaktivitäten eingeplant werden. Die restlichen 20 Prozent sollten als Rücklage angespart werden. (na)

Auch interessant

Kommentare