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Kindergeld, Wohngeld & Co.: Wie viel Geld mit dem Entlastungspaket für Berechtigte drin ist

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Von: Clara Veiga Pinto

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Strompreisentlastung, Erhöhung des Kindergeldes und Einmalzahlungen – das sind Maßnahmen des dritten Entlastungspaketes. Wie viel Geld Berechtigte bekommen.

Frankfurt/Berlin – Um Menschen mit niedrigen Einkommen in Zeiten von Inflation zu unterstützen, hat die Bundesregierung in ihrem dritten Entlastungspaket einiges beschlossen. Mit wie viel Geld Berechtigte rechnen können, hier im Überblick.

Drittes Entlastungspaket: Diese Gelder stehen Ihnen zu

Mit Entlastungspaket Nummer drei erhalten Studenten eine Einmalzahlung von 200 Euro. (Symbolbild)
Familien profitieren im dritten Entlastungspake von einer Erhöhung des Kindergelds. (Symbolbild) © George Mdivanian/dpa

Das dritte Entlastungspaket setzt sich aus mehreren Instrumenten zusammen: Die Bundesregierung will Bürger:innen sowohl mit kurzfristigen als auch langfristigen Maßnahmen helfen.

Studierende und Auszubildende sollen zum 1. Dezember 2022 einmalig eine Energiepreispauschale von 200 Euro erhalten. 300 Euro soll es am selben Tag für Rentner:innen geben. Sie bekommen das Geld über die Rentenversicherung ausgezahlt. Für die Studierenden muss der Zahlungsweg noch mit den Bundesländern gefunden werden. 

Bürgergeld, Kindergeld & Co.: Langfristige Maßnahmen zur Entlastung der Bürger:innen

Der zweite Bereich des Entlastungspakets setzt auf Langfristigkeit. Es geht um breitere Reformen, zum Beispiel bei Kindergeld und Wohngeld. Dazu kommt das neue Bürgergeld. Diese Maßnahmen treten ab dem 1. Januar 2023 in Kraft.

Das Kindergeld wird ab dem 1. Januar 2023 um 31 Euro monatlich pro Kind erhöht – von 219 auf 250 Euro. Hinzu kommt die Erhöhung des Kinderfreibetrags auf 6024 Euro.

Entlastungspaket für Bürger:innen: Wohngeld und Midi-Job – Das springt dabei raus

Das Wohngeld wird ebenfalls zum 1. Januar 2023 so reformiert, dass mehr Menschen, auch Rentner:innen, Anspruch darauf haben. Zusätzlich bekommen Beziehende von Wohngeld einen einmaligen Heizkostenzuschuss für den Zeitraum von September 2022 bis Dezember 2022. Er beträgt 415 Euro für einen Ein-Personen-Haushalt, 540 Euro für zwei Personen und für jede weitere Person zusätzliche 100 Euro.

Anfang des neuen Jahres soll zudem die Höchstgrenze für eine Beschäftigung im Übergangsbereich (Midi-Job) zum 1. Januar 2023 auf monatlich 2000 Euro angehoben werden.

Drittes Entlastungspaket: Nahverkehrsticket und Homeoffice-Pauschale

Noch kein konkretes Datum hat der Nachfolger des 9-Euro-Tickets. Es soll 49 Euro kosten. Die Einigung bei Finanzfragen sieht vor, dass Bund und Länder sich die Kosten für das Ticket von insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr teilen. 

Die aus der Corona-Pandemie stammende Homeoffice-Pauschale wird zusätzlich entfristet. Pro Homeoffice-Tag ist ein Werbungskostenabzug bei der Einkommenssteuer von fünf Euro, maximal 600 Euro jährlich, möglich.

Kanzler Scholz (SPD) sagte nach dem Koalitionsausschuss, es geht darum, das Land gut durch diese Zeit zu führen –durch kurzfristige Hilfen, strukturelle Veränderungen, um den Anstieg der Energiepreise zu dämpfen, und die Abschöpfung von Zufallsgewinnen am Strommarkt. Das berichtet die Bundesregierung auf ihrer Homepage. (Clara Pinto)

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