Wisag

Gebäudedienstleister stellt ein

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Das Geschäftsjahr der Frankfurter Wisag lief besser als erwartet.

Der Frankfurter Gebäudedienstleister Wisag ist besser als erwartet durch das vergangenen Jahr gekommen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro, wie die am Dienstag veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen. Im vergangenen Jahr hatte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ralf Hempel, die erwartbare Obergrenze bei fünf Prozent Wachstumsrate gezogen.

Der Erfolg zeigt sich auch an der Mitarbeiterzahl: Mit rund 400 Neuzugängen zählt das Unternehmen nunmehr 32 500 Beschäftigte. Der Mitarbeiteraufbau berührt eines der strategischen Großthemen, die Hempel beschäftigen. „Zuverlässigkeit, fachliches Know-how und Qualität erfahren zunehmend mehr Wertschätzung. Wir beobachten immer häufiger, dass Auftragsvergaben nicht mehr von der Preisfrage dominiert werden“, sagte er. Kunden legten mehr Wert auf längere Zusammenarbeit denn auf niedrige Preise.

Diesen Trend hatte Hempel bereits letztes Jahr angesprochen und offensichtlich kann er gut damit leben. Wisag hat die Personalbeschaffung 2018 neu aufgestellt und gebündelt, eine Werbekampagne um neue Mitarbeiter begonnen und die Aus- und Weiterbildung gestärkt. Eine App für die Belegschaft verbindet dieses Thema mit der zweiten großen Herausforderung: der Digitalisierung. Die App MyWisag, die mehr als 10 000 mal aus dem Play-Store herunter geladen wurde, soll als firmeninternes soziales Netzwerk dienen und bietet Zugang zur Online-Akademie. Aber Wisag erhofft sich auch mehr Feedback und bessere Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund 80 Prozent nicht ans Firmennetzwerk angeschlossen und somit auch kaum per Mail oder Intranet erreichbar sind.

Wisag ist 2018 in fast allen Sparten gewachsen, besonders stark mit einem Umsatzplus von fast 17 Prozent bei der Garten- und Landschaftspflege. Die Bereiche Facility Management, Gebäudetechnik und Gebäudereinigung erwirtschafteten ein Plus von 2,7 bis 7,7 Prozent. Einzige Ausnahme war das Catering. Das liege, so Hempel, an den sinkenden Flüchtlingszahlen. Durch deren Versorgung hatte es 2015 und 2016 eine Sonderkonjunktur gegeben.

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