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Problemlösung

Zuversicht statt Hoffen

  • VonDennis Fischer
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Vertrauen in das eigene Können: Warum die Arbeitswelt Possibilisten braucht.

Ein Vogel, der auf einem Baum sitzt, hat keine Angst davor, dass der Ast bricht. Denn sein Vertrauen gilt nicht dem Ast, sondern seinen eigenen Flügeln.“ Der Ursprung dieses oft variierten Zitats ist leider ungeklärt, aber das macht es nicht weniger wertvoll. Der auf dem Ast sitzende Vogel fokussiert sich weder auf die Risiken noch auf die Chancen. Er hat Vertrauen in sein eigenes Können und betrachtet die Möglichkeiten, die sich ihm bieten.

Für uns bedeutet das: Wir brauchen weder Optimisten noch Pessimisten. Wir brauchen Possibilisten. Menschen, die sich fragen, was sie in ihrem Umfeld bewirken können. Menschen, die auch dort Handlungsmöglichkeiten sehen, wo andere vor Angst geblendet sind. Menschen, die Verantwortung übernehmen und zuversichtlich sind.

Ich spreche bewusst von Zuversicht und nicht von Hoffnung. Denn wann fangen wir an, zu hoffen? Wir hoffen, wenn wir innerlich davon ausgehen, dass ein Unglück eintreten wird, und die Hoffnung unser letzter Strohhalm ist. Zuversichtlich sind wir hingegen, wenn wir wissen, dass wir die Lösung unseres Problems selbst in der Hand haben.

Während Hoffnung uns eher das Gefühl gibt, von etwas wegkommen zu wollen, steckt das Gegenteil bereits im Namen der Zuversicht: Wir bewegen uns zu etwas hin. Meist zur Lösung eines Problems. Im Gegensatz zu Optimisten, die vielleicht sogar etwas naiv an Probleme herangehen und im schlimmsten Fall am Ende enttäuscht werden, wissen Possibilisten, dass sie alles in ihrer Macht stehende unternommen haben, um ihr Problem zu lösen.

Unsere Arbeitswelt ist zu komplex, um nur Raum für Optimisten oder Pessimisten zu bieten, für Hoffnung oder Resignation. Sich ständig verändernde Rahmenbedingungen erfordern in allen Bereichen kreative Lösungen, den Mut, unbekannte Wege zu gehen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Hier zeigt sich die Stärke der Possibilisten: Sie arbeiten mit dem, was ihnen zur Verfügung steht. Sie setzen sich realistische Ziele und streben diese an. Natürlich wird es auf dem Weg Stolpersteine geben und sie werden den einen oder anderen Umweg in Kauf nehmen müssen. Doch Possibilisten lassen sich davon nicht beirren – und bleiben zuversichtlich.

Der Autor ist Coach und Blogger. Zuletzt ist von ihm das Buch „52 Wege zum Erfolg“ (Wiley) erschienen.

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