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Macht, Beziehungen, Sinnhaftigkeit: Was motiviert uns im Alltag?
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Macht, Beziehungen, Sinnhaftigkeit: Was motiviert uns im Alltag?

Unternehmen

Wie Transformation gelingt

  • Boris Grundl
    VonBoris Grundl
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Wir wollen einsehen, warum etwas zu tun ist, wohin es führt, wie weit es durchdacht ist – egal in welchem Bereich: Ökologie, Ökonomie, Vielfältigkeit oder Antidiskriminierung.

Was motiviert Menschen nachhaltig? Die Antworten darauf sind vielfältig. Schon allein, wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen. Was treibt mich an? Generell und ganz konkret im Hier und Jetzt? Es gibt zwei bekannte Antriebsformen: Bei der Hin-zu-Motivation bewege ich mich auf etwas zu, weil ich das Ziel als lohnenswert erachte. Beim Weg-von-Antrieb will ich etwas vermeiden oder ausweichen. Es gibt kaum jemanden, der diese Antriebe nicht kennt, aber viele, die sie nicht anwenden können. Dabei sind beide Motivatoren das Salz in der Suppe. Doch in welcher Suppe?

Bei der Transformation von Kulturen hilft das Verständnis von drei Einflussfaktoren – drei Arten von Suppe. Stellen Sie sich ein Dreieck vor. In der linken Ecke steht Macht – eine Kraft, die viele Idealistinnen und Realitätsleugner am liebsten auf den Mond wünschen. Doch sie wirkt jeden Tag mit großem Einfluss auf der ganzen Welt. Selbst hohe Fachkompetenz erlaubt den Einsatz dieser Energie. Rechts unten im Dreieck stehen Beziehungen. Hier geht es um Sympathie durch gemeinsame Interessen. Eine Hand wäscht die andere. Auch diese Kraft wirkt täglich – und nicht nur in der Politik. Je größer die Organisation, desto größer der Einfluss von Netzwerken und somit auch die Gefahr von Missbrauch.

Transformation und die goldene Mitte

An der Spitze des Dreiecks prangt Sinnhaftigkeit. Antrieb durch das Erleben von Sinn – eine ganz andere Art von Einfluss. Vor deren Erleben steht die Einsicht. Wenn ich etwas einsehe, erkenne und anerkenne ich es. Manche verwechseln das mit Begeisterung. Doch wenn ich begeistert bin, kommt es darauf an, wie tief mein Geist überhaupt schon ist. Die Formel lautet: oberflächlicher Geist = kurzlebige Begeisterung.

Einsicht ist viel nachhaltiger. Weil sie tiefer geht, schlägt sie Begeisterung um Längen. Der kollektive Wunsch nach Einsicht wächst: Wir wollen einsehen, warum etwas zu tun ist, wohin es führt, wie weit es durchdacht ist – egal in welchem Bereich: Ökologie, Ökonomie, Vielfältigkeit oder Antidiskriminierung. Sinnhaftigkeit wurde noch vor Kurzem von den anderen beiden Polen belächelt. Doch ihre Zeit ist gekommen. Das bedeutet nicht, dass Macht und Beziehungen sich auflösen. Doch durch Sinnhaftigkeit finden wir die goldene Mitte. Mentale Transformation einer Kultur bedeutet somit, dass dieses Dreieck zu einer kraftvollen Pyramide wird.

Der Autor ist Führungskräfte-entwickler und Vortragsredner.

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