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Im Hinblick auf die Klimawirkungen ist dabei derzeit der Klimafußabdruck das Maß der Dinge. Mit ihm wird berechnet, wie hoch beispielsweise die CO2-Emissionen der Unternehmen sind
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Im Hinblick auf die Klimawirkungen ist dabei derzeit der Klimafußabdruck das Maß der Dinge. Mit ihm wird berechnet, wie hoch beispielsweise die CO2-Emissionen der Unternehmen sind.

Gastwirtschaft

Wer ist nachhaltig?

  • Rolf D. Häßler
    vonRolf D. Häßler
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Klimabewusste Unternehmen sind oft schwer zu erkennen. Die Gastwirtschaft.

Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, müssen nach Schätzungen der EU-Kommission in Europa jedes Jahr rund 180 Milliarden Euro zusätzlich in den Klimaschutz investiert werden. Obgleich die Corona-Krise gezeigt hat, dass die öffentliche Hand durchaus in der Lage ist, dreistellige Milliardenbeträge zu mobilisieren, sollen die finanziellen Mittel für den Klimaschutz nach Vorstellung der EU vor allem durch private und institutionelle Anleger aufgebracht werden.

Mit ihrem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums arbeitet die Kommission daran, die Rahmenbedingungen für die Anleger so zu gestalten, dass diese ihre Gelder in entsprechenden nachhaltigen Kapitalanlagen anlegen. Ob dies gelingt, hängt auch davon ab, ob es den Anbietern dieser Kapitalanlagen gelingt, nachvollziehbar zu belegen, dass nachhaltige Kapitalanlagen tatsächlich einen positiven Einfluss auf den Klimaschutz haben.

In den vergangenen 20 Jahren haben wir uns am nachhaltigen Kapitalmarkt vorrangig mit der Frage beschäftigt, ob Anleger auf Rendite verzichten müssen, wenn sie bei der Kapitalanlage nachhaltigkeitsbezogene Kriterien berücksichtigen – eine Frage, die man auf der Basis hunderter empirischer Studien abschließend mit „nein“ beantworten kann.

Seit wenigen Jahren beschäftigt die Anleger nun stärker die Frage, ob die nachhaltige Kapitalanlage ihr doppeltes Wirkungsversprechen – die Verbindung einer marktgerechten Rendite mit einer positiven Wirkung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit – auch tatsächlich einlöst. Viele Anleger würden eher nachhaltig investieren, wenn sie einen solchen Wirkungsnachweis bekämen.

An diesem Nachweis arbeiten die Anbieter nachhaltiger Kapitalanlagen mit Hochdruck. Im Hinblick auf die Klimawirkungen ist dabei derzeit der Klimafußabdruck das Maß der Dinge. Mit ihm wird berechnet, wie hoch beispielsweise die CO2-Emissionen der Unternehmen sind, in die ein Aktienfonds investiert. Dabei stoßen die Anbieter allerdings recht schnell an Grenzen, da bisher nur ein kleiner Teil der Unternehmen systematisch über seine CO2-Emissionen berichtet.

Um zu verhindern, dass die Finanzierung des Klimaschutzes an fehlenden Klimadaten scheitert, sollten daher die Unternehmen stärker in die Pflicht genommen werden, ihren Einfluss auf das Klima zu messen und diese Daten zu veröffentlichen.

Rolf D. Häßler ist Geschäftsführer des Instituts für Nachhaltige Kapitalanlagen (NKI).

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