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Zukunftsforscher hofften, unsere Wachstumsgrenzen durch Kolonialisierung anderer Planeten zu überwinden.
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Zukunftsforscher hofften, unsere Wachstumsgrenzen durch Kolonialisierung anderer Planeten zu überwinden.

Weltraumforschung

Milliarden für den Mars - Die Pläne von Elon Musk und Co.

  • Günther Moewes
    VonGünther Moewes
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Elon Musk zieht es ebenso ins Weltall wie Jeff Bezos. Von der Sinnlosigkeit, den Weltraum zu erforschen.

Anfang März schickte die Nasa einen „Rover“ zum Mars. Er sandte Aufnahmen von einer trostlosen Schuttwüste zur Erde. Marsforscher jubelten von der „atemberaubenden Schönheit des roten Planeten“. Man hoffe, „der Antwort auf die Frage näher zu kommen, ob es Leben außerhalb unserer Erde gebe“.

Schon in den 60er Jahren stellte ein US-Astronom die „Drake-Formel“ auf, nach der man berechnen könne, wie viele fortgeschrittene Zivilisationen es in unserer Galaxie gäbe. Man entwarf flugs Piktogramme, die man Raumsonden mitgeben wollte, um anderen Zivilisationen eine Vorstellung vom Leben auf unseren Planeten zu vermitteln. Es war die große Zeit der Ufos und der „Flying Enterprise“. Bei Wikipedia ist unter „Wachstum“ zu lesen, Zukunftsforscher hofften, unsere Wachstumsgrenzen durch Kolonialisierung anderer Planeten zu überwinden. Das denkt wohl auch Elon Musk. Bei Wikipedia gibt es auch eine Liste von 24 bereits entdeckten „erdähnlichen“ Planeten.

Mars-Pläne von Elon Musk und Co. – Was steckt hinter den Vorhaben?

Da wären aber noch ein paar Probleme. Besonders hinsichtlich der möglichen Kommunikation mit „anderen Zivilisationen“: Der nächste erdähnliche Planet ist etwa 31 Lichtjahre entfernt. Auf ein Erdsignal hin könnte man frühestens nach 62 Jahren Antwort erhalten. Noch gravierender: Auf unserer vier Milliarden Jahre alten Erde ist die Menschheit erst seit etwa 100 Jahren in der Lage, intelligente Signale in den Weltraum zu senden. Seit einer Milli-Weltraumsekunde also. Eine Kommunikation könnte also nur dann stattfinden, wenn in praktikabler Entfernung eine andere Zivilisation bereits ein ähnlich intelligentes Zeitfenster erreicht hätte. Kommt unser Signal in deren Kambrium oder Gotik an, gibt es keine Antwort.

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Könnte es sein, dass hinter derartigen Weltraum-Missionen, ganz andere Motive stecken? Etwa die ewig-alte Gewissheit, dass sinnlose Arbeit oft mehr Profit bringt als sinnvolle? Oder die Kriege zeugende Angst der Großmächte, andere Nationen könnten Vorteile erlangen? Da wären Mond und Hindukusch vermutlich aussichtsreicher. 57 Prozent der Deutschen halten jedenfalls die Mars-Mission für wenig sinnvoll. Sinnvoller wäre es wohl, wenn Astronomen die grandiose Einmaligkeit unserer Erde im All aufzeigen würden. Ehe wir sie ganz zerstört haben.

Der Autor ist emeritierter Professor für Industrialisierung des Bauens. Zuletzt erschienen 53 seiner FR-Kolumnen in dem Buch „Arbeit ruiniert die Welt“.

Elon Musk und sein Mars-Projekt. Auf einer Veranstaltung in Berlin gibt der Chef von Tesla und SpaceX nun einen Einblick in die Zeitpläne.

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