„Be the change you want to see in your company!“
+
„Be the change you want to see in your company!“

Gastwirtschaft

„Was habt ihr heute gelernt?“

  • vonSusanne Heinz
    schließen

Man sollte nicht warten, bis die Firma Fortbildungen anbietet, sondern selbst aktiv werden. Die Gastwirtschaft von Susanne Heinz.

„Be the change you want to see in your company!“ – Ich habe mir hier eine kleine Abwandlung des berühmten Zitats von Gandhi erlaubt. Ich hätte ebenso gut Kennedy etwas umtexten können: „Frage nicht, was dein Unternehmen für dich tun kann – frage, was du für dein Unternehmen tun kannst.“

Beide beschreiben die Umkehr einer passiven Haltung. Denn oft warten wir auf den großen Wurf von oben: Auf die lang angekündigte große Aktion oder die neu konzipierte Fortbildung. Ich bin überzeugt, dass gerade sehr spannende Projekte im Bereich der Personalentwicklung und beruflichen Weiterbildung in der Mache sind mit dem Ziel, moderne digitale Lernarrangements zu entwickeln, die passgenau auf den individuellen Lernbedarf produziert und angeboten werden. Hier findet die Planung kurzfristig verfügbarer Lernangebote statt, die bereits im Moment des Bedarfs zur Verfügung stehen. Wir planen den Change-Prozess als Dauerzustand und -lösung.

Wenn das Unternehmen wirklich gelingt, ist das super, doch jetzt kommt das große Aber. Warum sollten wir darauf warten, bis uns diese Projekte als fertig präsentiert werden? Wir haben jetzt schon unendliche Möglichkeiten, Neues zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Wir müssen nur selbst anfangen, in kleinen Schritten losgehen.

Kleine Teilziele ersetzen dann große Umwälzungsprozesse „von oben“. Diese Mini-Schritte kosten nicht viel Kraft, aber bringen uns kontinuierlich voran. Der Normalzustand verändert sich fast unbemerkt. Die Veränderung wird zur Gewohnheit und am Ende laufen wir einen Marathon ohne wirklich gemerkt zu haben, dass wir dafür trainieren. Wir werden selbst Teil der Veränderung.

Gerade im Bereich des Lernens kann jeder mit kleinem Aufwand zum Vorbild und somit zum Influencer für die Lernkultur im Unternehmen werden. Ob Auszubildende oder Führungskräfte – alle können einen Teil dazu beitragen. Es würde schon reichen, wöchentlich das Team über die eigenen Lernerfahrungen zu informieren. Oder im nächsten Team-Meeting zu fragen: „Was habt ihr in den letzten Tagen gelernt?“ Mit der Macht der kleinen Schritte und der Frage: „Wie kann ich ein Vorbild für lebenslanges Lernen sein“, ist das Ziel näher als man denkt und der große Change-Prozess am Ende vielleicht sogar überflüssig.

Die Autorin ist in der Erwachsenenbildung tätig und Expertin für Personalentwicklung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare