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Auch Zeitungsmacher müssen dazulernen - hier Neuerungen im Layout.

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Vom Sollen zum Wollen

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Mitarbeiter müssen zum Lernen motiviert werden.

Egal, was wir lernen wollen oder welche Lernziele wir uns oder unseren Mitarbeitern setzen, der anfängliche Enthusiasmus verfliegt oft nach wenigen Wochen wieder – wenn er überhaupt jemals vorhanden war. Es stapelt sich sowieso schon genug Arbeit auf dem Tisch; das neue Projekt oder der große Kunde sind aktuell doch wichtiger. So wird in Unternehmen Monat um Monat versäumt, neues Wissen und notwendige Kompetenzen zu generieren.

Dabei ist heute mehr denn je durchhalten angesagt, um den Anschluss nicht zu verpassen und auch, um das vorhandene Wissen im Zeitalter des Fachkräftemangels im Unternehmen zu halten. Sind die Lerninhalte richtig dosiert, gelingt das auch bei einem vollen Terminkalender oder Projektplan. Aber nur, wenn dem Lernen dabei die notwendige Priorität eingeräumt wird und Mitarbeiter nicht alleine gelassen werden.

Die eigene Selbstlernkompetenz wird zwar immer wichtiger, aber das bedeutet nicht, dass die Verantwortung zukünftig nur bei den Mitarbeitern liegt und man sich jetzt die ganzen Abteilungen für die Personalentwicklung schenken kann. Die Rolle des Lerncoaches kann die Führungskraft zu allen Aufgaben ja auch noch übernehmen.

In diese Richtung entwickeln sich gerade, vereinfacht dargestellt, viele Firmen. Dabei wird davon ausgegangen, dass alle Mitarbeiter bereits über die notwendige Selbstlernkompetenz verfügen. Das heißt, sie wissen genau, was sie wie lernen müssen, und sind auch noch voll motiviert. Die Realität sieht anders aus. Unser Wunschdenken brennt trotzdem öfter mal mit uns durch.

Dabei müssen beim Thema agiles Lernen zwei Dinge beachtet werden: Die Rahmenbedingungen und der Mensch, der etwas lernen wollen soll. Fürs Lernen fruchtbare Rahmenbedingungen sind zum Beispiel ungestörte Lernzeiten oder Lerntandems innerhalb eines Teams, denn auch agiles Lernen hat eine Sozialkomponente. Die ist für den einen wichtiger als für den anderen, wobei wir auch bei der zweiten wichtigen Säule wären: Die Motivation zum Lernen, die Menschen aus unterschiedlichen Quellen schöpfen. Diese Antreiber sollten wir für uns selbst kennen und Führungskräfte müssen sie ebenfalls kennen.

Und das heißt wieder einmal, dass wir uns bei welchen Lernfeldern auch immer – ob Digitalisierung oder künstliche Intelligenz - in erster Linie erst einmal mit dem Menschen beschäftigen müssen.

Die Autorin Susanne Groth ist in der Erwachsenenbildung tätig und Expertin für Personalentwicklung.

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