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Corona-Pandemie

Liebes Kapital!

  • Mechthild Schrooten
    vonMechthild Schrooten
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In der Krise brauchen wir soziale Innovationen

Täglich werden Covid-19-Zahlen veröffentlicht, die unser Leben im Großen und Kleinen verändern. Covid-19 hat viel Leid gebracht. Inzwischen ist klar, dass das Virus nicht im Sprint zu besiegen ist. Es ist ein Marathon oder gar mehr. Es wird kaum ein unbefangenes „Zurück“ in die Vor-Corona-Zeit geben. Vielmehr lohnt es sich, mittel- und langfristig zu planen. Corona sprengt unsere bisherigen Krisenerfahrungen.

Krisen bedeuten Veränderung. Veränderung bedeutet aber auch immer, dass Routinen infrage gestellt werden müssen. Dies betrifft auch die Art und Weise unseres Wirtschaftens. Wir hatten uns vor Covid-19 bereits wechselseitig erklärt, wie schädlich das ungezügelte Reisen sei. „Fridays for Future“ hatte klimabedingte reale Bedrohungen der Menschheit in unser aller Blickfeld gebracht. Nichtsdestotrotz wird in der Corona-Krise auf die staatliche Unterstützung und Rettung von traditionellen Mobilitätsunternehmen gesetzt. Wieso?

Während rückwärtsgerichtete Rettungsversuche die Gazetten und Konten einzelner Unternehmen füllen, sind viele Menschen nicht nur gesundheitlichen Risiken, sondern auch massiven ökonomischen Ängsten ausgesetzt. Und das obwohl viele Arbeitskräfte in der Krise an den Rand ihrer Belastungsfähigkeit und teilweise darüber hinausgehen. Dabei wären ökonomische Existenzängste in einem der reichsten Länder der Erde nicht nötig.

Gemeint ist nicht nur, dass es dringend an der Zeit wäre, das sogenannte Hartz IV leistungsstark und zukunftsfähig zu machen. Gemeint ist vielmehr auch, dass von denen, die über ein substanzielles Vermögen verfügen, ein nennenswerter Beitrag zur Finanzierung der Krisenkosten geleistet wird. Viele arbeitende Menschen zeigen mitten in der großen Corona-Krise in Deutschland eine immense Innovationsfähigkeit und Resilienz. Wie schade, dass nur wenige Unternehmen in dieser Zeit vergleichbare soziale Stärken und Solidarität mit den Beschäftigten zeigen.

Soziale Innovationen sind erforderlich. Stichworte wie Home-office, Flexibilität, Bezahlung etc. sind reichlich vorhanden. Liebes Kapital: keine Angst vor Veränderungen! Der Markt kann die übermächtigen Probleme nicht lösen. Zukunftsgestaltung heißt auch, dass es anders wird, als es in der Vergangenheit war.

Die Autorin ist Professorin für

Volkswirtschaftslehre mit den

Schwerpunkten Geld und Inter-

nationale Integration an der

Hochschule Bremen.

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