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Der Regenwald ist mitunter entscheidend für das Weltklima – und wird abgeholzt.
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Der Regenwald ist mitunter entscheidend für das Weltklima – und wird abgeholzt.

Umwelt

Klimaneutral mit grünen Lieferketten

  • Katharina Dröge
    VonKatharina Dröge
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Wie eine gute Wirtschaftspolitik den Klimawandel begrenzen kann. Die Gastwirtschaft.

Die Lage war noch nie so ernst wie jetzt. Das hat uns der Weltklimarat in seinem letzten Bericht vor Augen geführt. Wenn wir nicht sofort anfangen, Maßnahmen zu ergreifen, die den CO2-Ausstoß massiv reduzieren, sind die Klimaziele von Paris nicht mehr zu halten. Die Folgen, die das für uns, unsere Kinder und Enkelkinder hätte, sind verheerend. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Wenn wir jetzt mit aller Macht umsteuern, ist es noch möglich die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Bei der Bewältigung dieser Mammutaufgabe nimmt die Wirtschaftspolitik eine Schlüsselrolle ein. Erst wenn die Produktion in den Fabriken klimaneutral wird, kann auch das Land klimaneutral werden. Und erst wenn Klimaschutz zum Kern des internationalen Handels wird, können Lieferketten grün werden.

Wirtschaftspolitik für die Zukunft muss die Unternehmen mit Klimaverträgen dabei unterstützen, schon heute den Schritt zur Klimaneutralität zu gehen, auch wenn sich die großen Investitionen manchmal erst morgen lohnen. Sie muss dafür sorgen, dass es genug erneuerbaren Strom gibt, um sauber produzieren zu können. Und sie muss schnell Absatzmärkte für klimaneutrale Produkte schaffen, indem klimaschädliche Subventionen und Anreize endlich fallen und grüne Waren zum Standard werden.

In der Handelspolitik muss von Grund auf umgedacht werden. Immer noch werden Klimaschutzmaßnahmen als Handelshemmnis betrachtet. So verklagen Energiekonzerne Staaten auf Basis des Energiecharta-Vertrags auf Milliarden-Entschädigungen, weil diese aus der Kohle aussteigen. Das Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Mercosur befeuert die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes, der als einer der Kipppunkte entscheidend für das Weltklima ist. An beiden Verträgen hält die Bundesregierung weiter fest und ist nur zu kosmetischen Änderungen bereit. Doch beide Abkommen sind mit den Klimazielen unvereinbar.

Wirtschaftspolitik muss sich endlich selbst als bedeutenden Faktor im Kampf gegen den Klimawandel begreifen. Davon wird nicht nur abhängen, welches Szenario des Weltklimarats am Ende Realität wird. Die Frage, ob wir zum Vorreiter bei klimaneutralen Technologien werden oder hinterher hinken, wird auch darüber entscheiden, ob der Wirtschaftsstandort Deutschland eine Zukunft hat.

Die Autorin ist Sprecherin für Wirtschaftspolitik der Bundestagsfraktion der Grünen.

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