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Die Zeit, um mit Geld schlicht mehr Geld zu verdienen, ohne die dadurch entstehenden Kosten für Mensch und Ökosystem in die Rechnung aufzunehmen, sind vorbei.
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Die Zeit, um mit Geld schlicht mehr Geld zu verdienen, ohne die dadurch entstehenden Kosten für Mensch und Ökosystem in die Rechnung aufzunehmen, sind vorbei.

Nachhaltigkeit

Gute Vorsätze!

„Der Markt regelt das“ - diese fehlleitende Deutung der liberalen Idee ist eine der größten Hürden, die wir auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Finanzsystem hinter uns lassen müssen. Die Kolumne „Gastwirtschaft“ von Kristina Jeromin.

Das Jahr 2022 wird entscheidend. Die Weichenstellungen der kommenden Monate werden maßgeblich dafür sein, ob uns der wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturwandel gelingt. Ein nachhaltiges Finanzsystem ist einer der zentralen Hebel, um diese Transformation gezielt und mit der notwendigen Geschwindigkeit zu gestalten. Um diesen Hebel zu nutzen, müssen Staat und Privatwirtschaft an einem Strang ziehen und wir alle müssen uns von bequemen Vorurteilen und überkommenen Glaubenssätzen verabschieden.

Der vornehmliche Zweck der Ökonomie muss es sein, uns Menschen und unserer Lebensgrundlage zu dienen. Und doch gehörte es lange, wenn auch nicht zum guten, dann doch zum etablierten Ton, ökologische und soziale Belange gegen wirtschaftliche Interessen auszuspielen. Damit muss nun endlich Schluss sein.

Das Ziel, unsere wirtschaftliche Wertschöpfung mit den Grenzen der Erde in Einklang zu bringen und sie konsequent in den Dienst von uns Menschen zu stellen, ist keine Ökodiktatur. Es ist letztlich der einzige Weg, um Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherheit zu garantieren und damit ein ökonomisch vernünftiges Kalkül.

Und so muss es auch im ureigenen Interesse der Finanzbranche und uns als ihren Kund:innen liegen, jede Form der Kapitalbereitstellung dahingehend zu prüfen, ob sie sich auszahlt. Die Zeit, um mit Geld schlicht mehr Geld zu verdienen, ohne die dadurch entstehenden Kosten für Mensch und Ökosystem in die Rechnung aufzunehmen, sind vorbei – das können (und wollen) wir uns nicht mehr leisten!

Ein zielführendes Miteinander von Markt und Staat ist hier der Schlüssel. „Der Markt regelt das“… und alles andere ist Planwirtschaft. Diese fehlleitende Deutung der liberalen Idee ist eine der größten Hürden, die wir auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Finanzsystem hinter uns lassen dürfen. Denn der Markt regelt eben genau das, was wir ihm auftragen.

Klare und mutige politischen Rahmenbedingungen sind unerlässlich, um die Kräfte des Marktes gezielt anzureizen und verantwortungsvoll und weitsichtig zu nutzen. Gemeinsam mit unternehmerischer Innovation und wissenschaftlicher Begleitung kann uns die Finanzierung der Transformation gelingen. In diesem Sinne, auf ein Neues!

Kristina Jeromin ist Geschäftsführerin des Green and Sustainable Finance Cluster Germany.

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