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 Internationale Kooperation muss globale Strukturpolitik voranbringen, für Nachhaltigkeit, gegen Armut und Ungleichheit.
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Internationale Kooperation muss globale Strukturpolitik voranbringen, für Nachhaltigkeit, gegen Armut und Ungleichheit.

Entwicklung

Entwicklungspolitik: Gemeinsam gestalten

  • Imme Scholz
    vonImme Scholz
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Die internationale Zusammenarbeit braucht eine neue Grundlage: Mit Kooperation gegen die Krisen dieser Zeit.

Die Corona-Pandemie zeigt: Lokale Krisen können sich in unserer eng verflochtenen Welt schnell verbreiten. Auch Länder, in denen das Virus nicht wütet, leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Eine enge Kooperation zwischen Behörden, Staat und Gesellschaft ist wichtig, um sie einzudämmen, im eigenen Land, mit den Nachbarländern, weltweit. Dies gilt nicht nur für akute Krisen. Ohne internationale Kooperation ist es unmöglich, dem Klimawandel zu begegnen oder die Digitalisierung freiheits- und demokratieverträglich zu gestalten.

Damit internationale Zusammenarbeit diese Aufgabe bewältigen kann, braucht sie eine neue Grundlage, die sie modernisiert, wirksamer macht und stärkt. Sie benötigt erstens ein neues Ziel: Internationale Kooperation muss globale Strukturpolitik voranbringen, für Nachhaltigkeit, gegen Armut und Ungleichheit. Kein Land ist heute ökologisch nachhaltig; Wohlstand geht in der Regel mit hohen Umweltkosten einher, Wohlstandszuwächse sind bisher ohne steigende Kohlenstoffdioxid-Emissionen nicht zu haben. Alle Länder profitieren, wenn Kooperation den wirtschaftlichen Umbau voranbringt, ohne Menschen, Länder mit niedrigen Einkommen oder zukünftige Generationen zu sehr zu belasten.

Entwicklungspolitik: Ungelöste Probleme

Zweitens müssen Wettbewerbsfähigkeit und Kooperation neu ausbalanciert werden. Ohne einen effektiven Schutz vor sozialer Not, etwa bei Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit, Tod, sind Gesellschaften und Länder im Krisenfall schlecht gewappnet. Die globale Partnerschaft für universellen sozialen Schutz bringt dafür Regierungen, Wirtschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft zusammen. Drittens verfügt Entwicklungspolitik zwar über erfahrene Organisationen und ausgefeilte Verfahren. Ihre Zielgruppe, die Niedrigeinkommensländer, hat sich jedoch verkleinert und die globalen Strukturprobleme bleiben ungelöst.

Die Entwicklungspolitik muss daher Teil eines umfassenderen Kooperationssystems werden, das alle Länder zusammenbringt und die Welt nicht mehr in Geber oder Nehmer einteilt. Im Pariser Klimaabkommen, in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung haben sich die Länder auf gemeinsame Ziele geeinigt. Überall sind politische Rahmensetzungen und öffentliche Investitionen nötig, um sie umzusetzen. Kooperation und gemeinsames Lernen bringt alle voran.

Die Autorin ist stellvertretende Direktorin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik.

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