+
Erfolgsunternehemen spielen in ruhiger See Katastrophenszenarien durch, um für den Orkan gewappnet zu sein.

Gastwirtschaft

Es geht auch ohne Staat

  • schließen

Was Erfolgsunternehmen ausmacht.

Kaum klopft die Rezession an die Tür, hallt es schon aus den Unternehmen, die Regierung möge Maßnahmen einleiten, um ihnen zu helfen. Der Ruf ist verständlich, aber die Kernfrage eine andere: Wieso gehen manche ohne Hilfe im Sturm unter, andere aber gestärkt aus ihm hervor? Was machen Erfolgsunternehmen anders, um trotz Krise ein spürbares Wachstum hinzulegen?

1.Resilienz: Sie denken positiv und chancen- statt krisenorientiert. Scheitern, lernen und aufstehen ist Programm. Sie erkennen in jeder Gefahr eine Geschäftschance, die sie sofort nutzen, statt mit ängstlichen Augen abzuwarten.

Gastwirtschaft

Unsere tägliche Kolumne von Gastautorinnen und Gastautoren im Wirtschaftsteil. Heute: Matthias Kolbusa, Unternehmer und Veränderungsexperte. Zuletzt erschien von ihm „Konsequenz! Management ohne Kompromisse“.

2.Spar- und Wachstumskurs: Sie entschlacken sich permanent und schlachten heiligste Kühe. Trotzdem wachsen sie weiter und investieren auch, wenn andere sich erfolglos gesundsparen wollen.

3.Katastrophendenken: Sie spielen in ruhiger See Katastrophenszenarien durch, um für den Orkan gewappnet zu sein. Sie sorgen personell und finanziell vor, lange bevor schwarze Wolken aufziehen.

4.Konsequente Führung: Kompromisslos arbeiten sie mit der besten und fummeln nirgends mit der risikoärmeren, billigeren Lösung herum. Nichts ist nachher so teuer, wie billig einzukaufen!

5.Technologie-Scanner: Sie suchen ständig nach technologischen Chancen für mehr Wertschöpfung oder neue Geschäftsmodelle. Mit Offenheit, Phantasie und Mut tragen sie neue Dynamik in ihren Wettbewerb. Sie machen in der Krise das, was andere später nachmachen.

6.Komplexitätsbeherrschung: Sie minimieren interne Komplexität, indem sie unnötigen Kontroll-, Reporting- und Steuerungsmechanismen den Garaus machen. Sie denken und arbeiten stets vom Ergebnis her. Vernetztes Denken ist Kultur.

Matthias Kolbusa, Unternehmer und Veränderungsexperte. Zuletzt erschien von ihm „Konsequenz! Management ohne Kompromisse“.

7.Act Big and Global: „Groß“ handeln heißt, mit unbedingtem Willen nicht nur national, sondern auch international der Beste nach klaren Kriterien zu sein, an denen sich jeder Mitarbeiter mit Stolz und Können ausrichtet.

Die Haltung und das Selbstverständnis dafür sind Attribute, die man ganz ohne Regierungsunterstützung selbst in der Hand hat. Deutsche Manager haben das drauf. Sie müssen sich nur auf ihre Kraft besinnen und agieren statt reagieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare