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Ideen der eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind extrem wertvoll für jede Führungskraft.

Arbeitsleben

Führungskräfte: Hört auf die Mitarbeiter!

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Die besten Ideen kommen häufig aus dem eigenen Unternehmen. Chefs sollten deshalb lernen, Impulse aus der Belegschaft zu schätzen. Die Wirtschaftskolumne.

Wir haben Ihre Vorschläge aus dem Bewerber-Management-Seminar mit unserem Chef besprochen. Der sagt, das hat man alles schon versucht, macht zu viel Arbeit, bringt am Ende keine Ergebnisse und zu viel Geld würden die Maßnahmen darüber hinaus auch kosten.“

Eine besondere Pointe erhält diese Aussage, wenn man weiß, dass dem Chef ganz andere Ideen präsentiert wurden als im Seminar besprochen – und die ursprünglichen Vorschläge nur Zeit, aber kein Geld erfordert hätten.

Externe und vor allem auch interne Impulse und Ideen der eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind extrem wertvoll für jede Führungskraft und sollten entsprechend wertgeschätzt werden. Es gibt viele einfache Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren. Seinem Team die Freiräume zu geben, eigene Ansätze und neue Wege selbst zu gestalten, ist einer davon. Eine Chance, Mitarbeitern das Gefühl zu geben, dass sie ein wichtiger Teil des unternehmerischen Erfolges sind.

Gastwirtschaft

Unsere tägliche Kolumne von Gastautorinnen und Gastautoren im Wirtschaftsteil. Heute: Nicole Truchseß, Unternehmerin, Personalexpertin und Buchautorin („Glaubenssätzen auf der Spur“).

Es ist schon erstaunlich, dass bei allen modernen Führungsdebatten über das Thema Agilität diese Erkenntnis noch nicht in allen Firmen angekommen ist. Gerade in puncto Fachkräftemangel ist radikales Umdenken gefordert. Der Mut und der Wille, vor allem auch die eignen Vorgehensweisen und alte Verhaltensmuster zu hinterfragen und zu ändern, sind entscheidende Bausteine für die Zukunft. Chefs sind gefordert, die Rahmenbedingungen zu schaffen und den Wandel hin zu mehr Verantwortung und Selbstorganisation zu moderieren.

Somit ist der gefühlte Fachkräftemangel nämlich oft dann ein Führungsproblem, wenn „der Chef“ zwar mitjammert, jedoch nichts ändert beziehungsweise keine Änderungen und neue Ideen zulässt.

Wer immer noch nicht verstanden hat, dass man permanent an der Qualitätsschraube drehen und mehr Zeit und Geld in das Thema Rekrutierung investieren muss, wird es künftig schwer haben – auch bei nun allmählich sinkender Auftragslage und steigender Bewerberzahlen.

Nicole Truchseß.

„Danke für die Ideen!“ „Das klingt vielversprechend, das werden wir umsetzen und in drei Monaten die Ergebnisse analysieren.“ „Gute Idee! Machen Sie einen Plan und fangen Sie damit an.“ Das sind grundsätzlich die richtigen Aussagen von modernen Führungskräften, die in die Zukunft gehen.

Wie ist das bei Ihnen?

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