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Gastwirtschaft

EU wäscht sich grün

  • Wiebke Johanning
    VonWiebke Johanning
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Wem das Klima wichtig ist, der wird besser selbst aktiv. Die Kolumne „Gastwirtschaft“. 

Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört: Wir müssen raus aus Kohle, Öl und Gas, wenn wir die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen wollen. Doch statt Energie einzusparen, die Preise für fossile Energien zu erhöhen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorwärts zu treiben, lügen sich die großen Industrienationen in die eigene Tasche.

Das Bekenntnis zum Kohleausstieg beim Klimagipfel in Glasgow wurde in letzter Sekunde verwässert. Die EU will Atomenergie und fossiles Gas im Rahmen ihrer neuen Kriterien für Finanzinvestitionen nun sogar als nachhaltig einstufen. Dieses Greenwashing könnte hunderte Milliarden Euro in die falsche Richtung lenken – weg vom Ausbau erneuerbarer Energien hin zu zerstörerischen Technologien. Gleichzeitig bindet sich Deutschland mit der Pipeline Nord Stream 2 und vielen neuen Erdgaskraftwerken auf lange Sicht an einen fossilen Energieträger, der das Klima weiter aufheizt.

Doch nicht nur staatliche, auch privatwirtschaftliche Investitionen laufen in die falsche Richtung. Nach Studien von NGOs sind rund die Hälfte aller Kohleunternehmen weltweit noch im Expansionsmodus. Außerdem unterstützen viele Banken und Versicherungen weiterhin die Öl-, Gas- und Kohleindustrie.

Die Autorin ist Mitarbeiterin der Bewegungsstiftung.

So weit, so schlecht. Die gute Nachricht: Sie können selbst aktiv werden! Erstens: Lenken Sie Ihr eigenes Geld in die richtige Richtung. Die Webseite www.geld-bewegt.de gibt Auskunft über nachhaltige Banken und Finanzprodukte. Unter www.faire-fonds.info können Sie die Portfolios von Investmentfonds durchleuchten.

Zweitens: Machen Sie Druck auf Banken und Versicherungen, die immer noch im fossilen Sektor investieren. Gute Mitmach-Aktionen organisiert zum Beispiel die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation „Urgewald“.

Und drittens, ganz konkret: Helfen Sie mit, Lützerath zu verteidigen. Denn vor dem Dorf im rheinischen Braunkohlerevier verläuft in Deutschland die symbolische 1,5-Grad-Grenze. Das hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ergeben. Sollte der Stromkonzern RWE den Tagebau Garzweiler wie geplant erweitern und Lützerath abbaggern, kann Deutschland die Pariser Klimaziele nicht einhalten. Das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ organisiert den Widerstand vor Ort. Schließen Sie sich an!

Die Autorin ist Mitarbeiterin der Bewegungsstiftung.

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