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Loyale Mitarbeiter:innen brauchen mehr als einen Bürostuhl.
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Loyale Mitarbeiter:innen brauchen mehr als einen Bürostuhl.

New Work

Es braucht mehr als einen Bürostuhl

  • Teresa Hertwig
    VonTeresa Hertwig
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Die Arbeitswelt darf nach Corona nicht in alte Muster zurückfallen. Die Kolumne „Gastwirtschaft“ von Teresa Hertwig.

Der gute alte Bürostuhl war schon immer ein kleines Politikum in deutschen Büros. Die Loyalität wurde in Unternehmen lange daran gemessen, wer wie lange im besagten Stuhl saß. Ein etwas engstirniger Ansatz. Wer loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte, muss ihnen mehr als einen Bürostuhl bieten: Die Möglichkeit, auch nach der Homeofficepflicht mobil zu arbeiten, flexible Arbeitszeiten und eine Führung, die sich an Ergebnissen und nicht an Arbeitsstunden orientiert.

Die Studie des Randstad Employer Brand Research für 2021 bestätigt das. Darin geben 59 Prozent der Befragten an, das ihre Loyalität ihrem Arbeitgeber gegenüber vor allem aufgrund dessen Unterstützung im Homeoffice gestiegen ist. Richard Jager, CEO von Randstad Deutschland, warnt daher die Arbeitgeber davor, nach Corona in alte Muster zurückzufallen. Die neuen Erkenntnisse aus der Krise sollten sie lieber mitnehmen, um weiterhin bedarfsgerecht zu agieren.

Und zwar in Bezug auf die Bedürfnisse des Marktes, des Unternehmens und der Angestellten. Loyalität ist jedoch keine Einbahnstraße. Sie ist das Resultat aus der Balance von Geben und Nehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen daher nicht nur auf der Empfängerseite Platz nehmen.

Mein Schreibtisch, mein Bild, meine Topfpflanze – diese Zeiten gehören bald der Vergangenheit an, denn die logische Konsequenz aus dem Anstieg mobiler Arbeitstage ist das Thema Desk-Sharing. Obwohl dieses Konzept, wenn es gut umgesetzt ist, neben der Kostenersparnis viele Vorteile bietet und Kommunikation, Transparenz, Kreativität und Produktivität fördert, tun sich viele Beschäftigte schwer, ihren heißgeliebten Platz oder ihr hart erarbeitetes „Eckbüro“ aufzugeben. Sich jeden Tag einen neuen Platz zu suchen, löst außerdem bei einigen Stress aus. Die psychologische Seite der Umorganisation sollten Führungskräfte daher nicht unterschätzen.

Während Corona haben wir gezwungenermaßen einen Stein ins Rollen gebracht, der von allen Beteiligten Flexibilität und das Verlassen der Komfortzone forderte. Jetzt brauchen wir Raum, um Ängste offen anzusprechen, sowie einen konstruktiven Austausch zu Kommunikationswegen, Teamdynamik und Zusammenarbeit.

Die Autorin arbeitet seit einem Jahrzehnt remote und berät Unternehmen, wie sie den für sie perfekten Mix aus Büro und mobiler Arbeit etablieren.

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