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Ruhestand

Pünktlich in den Ruhestand: Rente mit 68 nicht nötig

  • Beate Bockting
    VonBeate Bockting
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Erst mit 68 in den Ruhestand? Das muss nicht sein – denn statt der Altersrenten können andere Renten gekürzt werden!

Vor Einführung der Rentenversicherung Ende des 19. Jahrhunderts hat man unter „Rentnern“ noch andere verstanden: nämlich Rentiers, die ein regelmäßiges Einkommen aus angelegtem Kapital oder aus Überschüssen aus der Vermietung von Immobilien oder der Verpachtung von Land bezogen.

Und solche leistungslosen Renteneinkommen gibt es auch heute noch. Sie werden aus einer Wirtschaft abgezweigt, die kaum noch wächst. Das bedeutet, dass die Arbeitseinkommen gekürzt werden. Steigende Bodenpreise und Mieten lassen grüßen!

Rente erst mit 68? Dagegen kann etwas gemacht werden, meint Autorin Beate Bockting (Symbolbild)

Rente mit 68: Löhne müssen steigen, um Altersrente finanzieren zu können

Solche ökonomischen Renten müssen abgebaut werden, durch weitere Zinssenkungen, eine effektive Bodenwertbesteuerung und das Zurückbringen des Bodens in die Öffentliche Hand. Denn mit sinkenden Kapital- und Bodeneinkommen steigen die Arbeitseinkommen. Dann kann die Arbeit im Pflege- und Gesundheitssystem endlich angemessen entlohnt und attraktiver gestaltet werden.

Die Leistungen und Güter, die die Altersrentner:innen benötigen, können nur durch die zeitgleich Arbeitenden erbracht werden. Wenn die Löhne, speziell auch in der Pflege, steigen, können in einer produktiven Wirtschaft aus den Rentenbeiträgen die Bezüge der jeweils aktuellen Altersrentner:innen problemlos finanziert werden.

Gerechtere Umverteilung kann Rente im Alter ermöglichen

Statt die demographische Entwicklung, die Erweiterung der wohlverdienten Mütterrente und die Einführung der Grundrente als finanzielle Belastungen hinzustellen, hätten die Berater und Beraterinnen des Wirtschaftsministers bemerken sollen, dass genug Geld da ist. Es muss nur gerechter verteilt werden.

Die Werbung präsentiert uns strahlende, fitte Seniorinnen und Senioren, die noch zehn bis 15 Jahre nach Renteneintritt einen gehobenen Lebensstandard pflegen, in Golfclubs und auf Urlaubsreisen. Doch für viele ist es äußerst fraglich, ob das Alter zum Urlaub wird. Sie haben Angst, nach einem anstrengenden Arbeitsleben in Altersarmut abzugleiten. Zurecht fordern sie, dass die Politik für Leistungsgerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit sorgt.

Durch die Abschaffung beziehungsweise staatliche Abschöpfung ökonomischer Renten und eine staatliche Bürgerversicherung, in die alle, auch Selbständige und Beamte, einzahlen, kann allen Alten ein auskömmlicher Lebensabend gesichert werden. (Beate Bockting)

Die Autorin ist stellvertretende Vorsitzende der Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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