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Die Macht der Giganten wächst ständig. Für Werbung, Schulen und Medien sind sie längst so selbstverständlich, dass die kommerzielle Nutzung der Userdaten nicht mehr hinterfragt wird.
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Die Macht der Giganten wächst ständig. Für Werbung, Schulen und Medien sind sie längst so selbstverständlich, dass die kommerzielle Nutzung der Userdaten nicht mehr hinterfragt wird.

Big Tech

Big Tech: Das sind die Alternativen zu Facebook und Google

  • Wolfgang Kessler
    VonWolfgang Kessler
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Facebook, Whatsapp, Instagram und Google: Wie die Macht von Big Tech zu begrenzen ist. Die Kolumne „Gastwirtschaft“.

Klar: Wer will, kann schon heute anders digital kommunizieren als über Facebook, Whatsapp oder Instagram. Man muss auch nicht bei Google suchen. Doch damit sind die Probleme nicht gelöst: Digitales Wissen und Kommunikation im Netz werden von zwei Großkonzernen beherrscht. Deren Eigentümer wollen hohe Renditen.

Die Macht der Giganten wächst ständig. Für Werbung, Schulen und Medien ist Facebook längst so selbstverständlich, dass die kommerzielle Nutzung der Userdaten nicht mehr hinterfragt wird. Das gilt auch Google. Der US-Konzern hat sich ein Quasi-Monopol in der Wissensökonomie erwirtschaftet und diese dem Renditedenken unterworfen. Oft unauffällig. Wer weiß schon, dass Navigationssysteme in Autos Inhalte von Google nutzen?

Die Debatte zur Begrenzung der Macht von Big Tech wirkt dagegen unbeholfen. Was soll „mehr Transparenz“ bei so komplexen Vorgängen bringen? Auch mehr Datenschutz begrenzt ihre Macht nicht wirklich. Die oft geforderte „Aufspaltung der großen Quasi-Monopole“ ist unrealistisch. Wer traut einer zersplitterten Europäischen Union zu, einen US-Weltkonzern aufzuspalten?

„We-Book“ statt Facebook: Es braucht demokratische Alternativen Big Tech

Wer die Macht von Big Tech antasten und gleichzeitig Wissen und Kommunikation am Gemeinwohl orientieren will, muss deshalb demokratische Alternativen schaffen. Etwa, indem Facebook ein „We-Book“ gegenübergestellt wird, wie dies die Medienethikerin Petra Grimm vorschlägt. Es könnte wie Wikipedia in der Hand von Bürger:innen organisiert werden und Kommunikationsmöglichkeiten bieten, ohne die Daten der User kommerziell auszuschlachten.

Bei Google ist es wohl zu spät für eine Komplett-Alternative. Aber: Warum schaffen öffentlich-rechtliche Medien, Universitäten und Bibliotheken nicht einen umfassenden digitalen Suchindex, bei dem sich alternative Suchmaschinen bedienen können? Damit könnten sie Google die Stirn bieten, ohne mit den Daten der User Geld zu verdienen. Gemeinwohl-Unternehmen als Konkurrenz zu Monopol-Kapitalisten –das wäre ein großer Schritt zu Verbraucherschutz und digitaler Demokratie. (Wolfgang Kessler)

Der Autor ist Wirtschaftspublizist. Von ihm erschien zuletzt das Buch „Macht Wirtschaft! Ökonomie verstehen – und verändern“.

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