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Die Zielgruppe im Blick

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Von: Mona Schnell

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„Ich glaube fest daran, dass jede, die das möchte, schreiben lernen kann“.
„Ich glaube fest daran, dass jede, die das möchte, schreiben lernen kann“ - wie hier in der traditionellen Form. © Imago

Schreiben ist ein essenzielles Kommunikationshandwerk und für die eigene Marke ein wertvolles Positionierungstool. Auf was es ankommt. Die Kolumne „Gastwirtschaft“.

Wenn Menschen ihre Botschaft öffentlich machen möchten, stellt sich ihnen oft die Frage: Schreibe ich selbst? Die meisten probieren es und stellen fest: Ich brauche jemanden, der für mich schreibt oder mir zumindest dabei hilft, Texte zu überarbeiten und so anzupassen, dass sie der Zielgruppe entsprechen. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um Gastbeiträge in renommierten Zeitungen oder Magazinen handelt oder um die Texte für die eigene Website oder den Kundennewsletter. Der Grund: Nicht jeder kann schreiben und schon gar nicht passgenau für unterschiedliche Zielgruppen und -medien.

Aber ich glaube fest daran, dass jede, die das möchte, schreiben lernen kann. Und alle, die bloggen, in den Sozialen Medien aktiv sein wollen, Gastbeiträge akquirieren oder sogar ein eigenes Buch veröffentlichen möchten, sollten das tun – oder einen Profi ranlassen. Denn Schreiben ist ein essenzielles Kommunikationshandwerk und für die eigene Marke ein wertvolles Positionierungstool.

Doch Botschaften verbreiten sich heutzutage schnell und deshalb sollten sie klar, präzise und unterhaltsam formuliert sein, um bei Leserinnen und Lesern auch so anzukommen, wie sie gemeint sind. Man sagt nicht umsonst: Wer schreibt, der bleibt. Und alles, was einmal geschrieben und veröffentlicht wurde, lässt sich nur schwer wieder zurücknehmen.

Eitelkeiten haben in Texten aber nichts zu suchen. Es kommt einzig darauf an, dass die Zielgruppe sie gerne liest. Besser also an Fremdwörtern und „schicken“ Formulierungen sparen. Schreiben ist eine selbstlose Kunst, die im Optimalfall auf andere zugeschnitten wird und trotzdem die eigene, unverblümte Haltung widerspiegelt. Und das bedarf viel Übung und ein paar grundsätzlicher Skills wie das Wissen um Storytelling und Textstruktur.

Schreiben ist viel mehr als angewandte Rechtschreibregeln. Um diese Kunst zu beherrschen, braucht es Geduld und vor allem eine gewisse Routine. Der Einsatz lohnt sich. Denn es gibt für meinen Geschmack kaum eine schönere Art der Kommunikation. Damit sich Texte leicht und interessant lesen, sollte jeder Schreiber eine Regelmäßigkeit etablieren, von unnötigen Adjektiven und Substantivierungen Abstand nehmen und die Sprache mit aktiven Verben gestalten. Oft hilft es auch, vor der Veröffentlichung eine zweite Meinung einzuholen – am besten von jemandem, der der Zielgruppe entspricht.

Mona Schnell schreibt Bücher und Texte für Expertinnen und Künstler.

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