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Die Renaissance des Buches

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Von: Jana Assauer

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Bücher sind wieder gefragt. (Symbolbild)
Bücher sind wieder gefragt. (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa

Gedruckte Titel sind wieder sehr gefragt. Sie bieten andere Möglichkeiten der Information als das Internet. Die Kolumne „Gastwirtschaft“.

Das Buch wurde schon oft totgesagt – vor allem das gedruckte. Schließlich findet man mit ein paar Recherche-Skills im Netz zu fast allen Themen kostenlose, teils tagesaktuelle Infos. Expertinnen und Experten teilen über Soziale Medien freizügig ihr Wissen und die meisten antworten sogar auf konkrete Fragen aus ihrem Netzwerk. Warum also noch ein Buch kaufen oder sich sogar die Mühe machen, eins zu schreiben und zu veröffentlichen?

Die naheliegende Antwort: Weil die Verkaufszahlen für gedruckte Bücher – vor allem seit Beginn der Pandemie – eine andere Geschichte erzählen und den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt erreichten, Tendenz steigend. Darunter viele Romane, die Ablenkung von der Realität versprechen, aber auch im Business-Kontext gilt: Wie wohltuend ist es bitte nach einem ganzen Tag vor dem Bildschirm und in Online-Konferenzen, ein Buch zur Hand zu nehmen und dort sein Wissen zu vertiefen? Das Buch mit seinen Inhalten bleibt durch seine Haptik außerdem eher hängen als das schnelle Durchklicken und -scrollen der neuesten Infos. Es stirbt durch die Digitalisierung nicht aus, sondern wird zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Ferner stand die Buchwelt selbst nicht still: Verlage greifen Themen, die drängen, schneller auf, Selfpublishing und E-Books machen es möglich, ein eigenes Buch in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen und auch unabhängig vom Buchhandel zu vermarkten. So unterschiedlich Menschen Informationen konsumieren, so divers ist die Buchlandschaft. Es gibt noch immer umfangreiche Handbücher für Menschen, die ein Thema umfassend verstehen wollen. Zunehmend kommen aber auch immer kürzere Bücher zu Teilaspekten und Spezialthemen auf den Markt.

Ein Kommunikationsmittel ist per Definition ein Mittel zum Zweck, um die Kommunikation zwischen Menschen einfacher, verständlicher und vor allem unmissverständlicher zu machen. Gerade für den letzten Punkt eignet sich ein Buch in besonderer Weise, denn es bietet den Raum, Gedanken auszuführen. Wer also etwas über seinen direkten Wirkungsraum hinaus bewegen möchte, sollte seine Erfahrung und sein Wissen in Buchform gießen. Vorausgesetzt, es bietet einen Mehrwert für die Lesenden und ist gut strukturiert.

Die Autorin unterstützt mit ihrem Montagshappen-Themendienst Fachleute, Organisationen und Unternehmen dabei, ihr Wissen der Gesellschaft zu vermitteln.

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